US-Wahl 2012 von

Die anderen Kandidaten

Eine Komikerin und diverse Sozialisten kämpfen – chancenlos - um Präsidentschaft

  • Kandidatin für die US-Wahl Roseanne Bar
    Bild 1 von 6 © Bild: Getty Images/Kevin Winter

    Roseanne Bar

    Roseanne Bar tritt für die "Peace and Freedom"-Partei an. Ihre Wahlziele sind die Legalisierung von Marihuana, ein Ende der Militäreinsätze und eine allgemeine Krankenversicherung. Die Kandidatin die links von Obama einzuordnen ist, hat trotz ihres hohen Bekanntheitsgrades kaum eine Chance die Wahlen für sich zu entscheiden.

  • Kandidat für die US-Präsidentschaftswahl Virgil Goode
    Bild 2 von 6 © Bild: Getty Images/Scott Olson

    Virgil Goode

    Virgil Goode ist ein ehemaliges Mitglied des US-Repräsentantenhauses. Bei den heurigen Wahlen tritt er für die "Constitution Party" ein. Die Partei tritt für ein strengeres Einwanderungsgesetz, Deregulierung und für ein Verbot des Schwangerschaftsabbruchs ein. Bei den Wahlen werden der Partei jedoch kaum Chancen eingeräumt.

Roseanne als Präsidentin? Das wäre prinzipiell möglich, denn die Komikerin ist eine von vielen Außenseiter-Kandidaten bei der US-Wahl 2012. Alle Welt redet vom Duell Barack Obama gegen Mitt Romney um die US-Präsidentschaft. Weit weniger Aufmerksamkeit finden die unzähligen anderen Kandidaten und Kandidatinnen die ebenfalls versuchen, für das Amt des US-Präsidenten zu kandidieren. Ihre Chancen sind kaum vorhanden und doch machen viele von ihnen diesen Nachteil mit viel Engagement und Einsatz wieder wett.

Das US-Wahlsystem kennt nicht die Vielfalt an Kandidaten, die wir in Österreich gewohnt sind. Schließlich gilt es in jedem Bundesstaat eine Mehrheit zu erobern und für diesen Zweck müssen finanzielle Unsummen aufgewendet werden. Dabei braucht es die Unterstützung einer großen Partei, die ihrem Kandidaten mit Logistik und Freiwilligen zur Verfügung steht. Das macht es für Kandidaten kleinerer Parteien von Haus aus schwieriger.

Neben den finanziellen Schwierigkeiten fehlen diesen Kandidaten aber auch die TV-Konfrontationen, wodurch kaum mediale Aufmerksamkeit entsteht. Außerdem sind viele amerikanische Wähler in Bezug auf unabhängige Kandidaten gewarnt. Denn wer Obama für zu rechts oder Romney für zu links hält und wer sich deshalb für einen anderen Kandidaten entscheidet, hilft letztlich nur den dominierenden republikanischen bzw. demokratischen Spitzenkandidaten. Als 1992 der Rechtsaußen-Kandidat Ross Perot antrat und viele Stimmen bekam, kostete das Bush Senior so viele Stimmen, dass der Demokrat Bill Clinton gewählt wurde. Auf der anderen Seite war der Grüne Ralph Nader erfolgreich genug, um einen Wahlsieg George W. Bushs gegen den Demokraten Al Gore zu ermöglichen.

Deshalb werden die Außenseiter-Kandidaten in diesem Jahr kaum eine Rolle spielen. Obwohl sie sogar ihr eigenes TV-Duell abhielten, können sie wohl nur sehr wenige Amerikaner von ihren Ansichten überzeugen. NEWS.AT stellt in einer Slideshow (siehe oben) trotzdem die wichtigsten Kandidaten vor.

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