US-Wahl 2012 von

Wutrede von Barack Obama

Präsident greift die Republikaner frontal an. "Big Oil"-Attacke auf Romney

Gut ein halbes Jahr vor den Republikaner frontal an. In einer Rede in Washington warf er ihnen am Dienstag "Sozialdarwinismus" vor. Bei den Sparplänen der Konservativen handele es sich um ein "trojanisches Pferd". In Wirklichkeit gehe es den Republikanern darum, die Gesellschaft radikal zu verändern.

Es ist die bisher schärfste Attacke Obamas auf die Republikaner, die derzeit noch in Vorwahlen ihren Herausforderer für die Präsidentenwahlen am 6. November suchen. Obama nahm in seiner Rede vor Zeitungsverlegern vor allem die neuesten Etatvorschläge der Opposition aufs Korn. Diese sehen für 2013 Einsparungen in Höhe von mehreren Billionen Dollar vor - darunter starke Einschnitte im Sozialbereich.

"Verdeckt als ein Plan zur Verringerung des Defizits, handelt es sich in Wirklichkeit um einen Versuch, dem Land eine radikale Vision aufzuzwingen", meinte Obama. Wörtlich: "Es handelt sich um einen nur zart verschleierten Sozialdarwinismus." Obama warnte erneut, bei der Abstimmung im November gehe es um eine Richtungswahl, die entscheidende Auswirkungen auf die Zukunft der amerikanischen Gesellschaft habe. Es gehe nicht um eine "Feld-Wald-und Wiesendebatte".

"Big Oil"-Attacke auf Romney
Zwar hatte Obama bereits mehrfach signalisiert, dass er die Frage der sozialen Gerechtigkeit zum Hauptwahlkampfthema machen wolle, aber noch nie zuvor hat er die Republikaner derart direkt ins Visier genommen. Zugleich schießt sich Obama auch erstmals auf den Multimillionär und Ex-Gouverneur Mitt Romney als wahrscheinlichen Gegner im November ein. In seinem neuesten Wahlwerbespot greift er Romney als Unterstützer von "Big Oil" an, der mächtigen Ölindustrie.

Obama wirft den Republikanern vor allem vor, dass sie zwar Sozialprogramme radikal kürzen, zugleich aber Steuervorteile der Reichen nicht antasten wollen. Dies gehe auch auf Kosten des Mittelstandes. Dagegen werfen die Republikaner Obama vor, er sei verantwortlich für die lahme Konjunktur und hohe Arbeitslosigkeit. Außerdem seien die Schulden unter der Regierung Obama massiv angewachsen.

Kommentare

Skurrealismus Klar hat Obama in Vielem auch enttäuscht. Welcome to reality. Aber die Alternative scheint doch skurril bis faschistoid.

Amerika Quo Vadis? Es ist in der Tat eine Richtungswahl. Gewinnen die Republikaner, so geht die USA in Richtung eines totalitären Systems. Gelenkt von den großen Konzernen und Lobbys. Die Schere zwischen Arm und Reich würde noch mehr auseinanderklaffen. Die sozialen Auswirkungen würden mit einer zeitlichen Verzögerung auch bei uns zum Tragen kommen Kriege wie zb. Gegen den Iran wären dann sehr wahrscheinlich. Auch ein Konfrontationskurs zu Russland und China. Obama steht für ein anderes Amerika. Ein Amerika zu dem man mit Stolz aufsehen kann. Ein Amerika das Garant für Stabilität und Freiheit der Völker ist.

Obama... ..ist schwach, keine Frage, aber bei ihm kann man wenigstens bemängeln, dass er Versprechen gebrochen hat. Bei den Republikanern muss man ja fast hoffen, dass sie es tun, denn da gibt\'s kaum Versprechen, die keine Drohungen sind.
Außerdem wird niemand erwarten, dass ein Republikaner jemals Guantanamo schließen würde.

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