US-Wahl 2012 von

Romney gegen "Isaac"

US-Präsidentschaftsbewerber trifft zu Wahlparteitag in Tampa ein

US-Wahl 2012 - Romney gegen "Isaac" © Bild: APA/EPA/Lesser

Im Präsidentschaftswahlkampf in den USA beginnt die heiße Phase: Mitt Romney traf zum Wahlparteitag der Republikaner in Tampa ein, wo ihn die Delegierten zum Herausforderer von Präsident Barack Obama wählen sollten. Die Aufmerksamkeit musste sich der designierte Kandidat aber mit dem heftigen Tropensturm "Isaac" teilen.

Das Flugzeug mit Romney und seiner Frau Ann an Bord landete um 11.08 Uhr (Ortszeit, 17.08 Uhr MESZ) auf dem Flughafen von Tampa im Bundesstaat Florida. Einzelheiten zu Romneys Programm waren zunächst nicht bekannt. Allerdings wurde damit gerechnet, dass er die Parteitagsrede seiner Frau verfolgen würde. Zum Auftakt des dreitägigen Politikspektakels in der Sport- und Veranstaltungsarena "Tampa Bay Times Forum" sollten zudem Romneys Vorwahlrivale Rick Santorum sowie der populäre Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, das Wort ergreifen.

Die Wahl Romneys und seines Vizekandidaten Paul Ryan war für den frühen Dienstagabend (Ortszeit) angesetzt. Dabei sollten Delegierte aus allen 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington sowie fünf Überseegebieten ihre Stimmen abgeben. Am Ausgang bestanden keine Zweifel, weil Romney in den Vorwahlen von Jänner bis Juni die nötige Delegiertenmehrheit gewonnen hatte. Formell gilt Romney nach Angaben der republikanischen Partei aber erst als Kandidat, wenn er die Nominierung in seiner Rede zum Abschluss der "Convention" am Donnerstag annimmt.

Romney setzt auf Parteitag
Der Parteitag bietet Romney eine Bühne, sich gut zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl unentschlossenen Wählern zu präsentieren. In den vergangenen Tagen hatte sich der frühere Gouverneur und Finanzinvestor in seinem Ferienhaus in New Hampshire auf die live im Fernsehen übertragene Ansprache vorbereitet. Bei den Beliebtheitswerten liegt Romney hinter Obama zurück.

Die Republikaner hatten den Parteitag bereits am Montag symbolisch eröffnet und unverzüglich um 24 Stunden vertagt. Die Parteiführung hatte die Verschiebung vor dem Hintergrund des Tropensturms "Isaac" beschlossen, der die Gegend um Tampa am Ende allerdings nur streifte. Der Sturm nahm am Dienstag dagegen weiter Kurs auf die Golfküste, wo er besonders den Bundesstaat Louisiana hart treffen könnte. "Isaac" weckt Erinnerungen an den Hurrikan "Katrina", der vor sieben Jahren die Gegend um New Orleans verwüstete.

"Isaac" überschattet Polit-Show
Eine Naturkatastrophe könnte die Parteitagsshow der Republikaner aus den Schlagzeilen verdrängen. "Isaac" und Romney würden sich einen "Wettkampf um Aufmerksamkeit" liefern, sagte Politikprofessorin Diana Heith von der Universität Saint John's. "Je größer das Unwetter, desto schwieriger wird es für Romney, die geplante Botschaft unter das Volk zu bringen."

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