US-Wahl 2012 von

Erzkonservative Forderungen

Republikaner für Abtreibungsverbot selbst bei Vergewaltigung

US-Wahl 2012 - Erzkonservative Forderungen © Bild: REUTERS/Brian Snyder

Zuerst die Affäre um den Senatskandidaten Todd Akin, der bizarre Äußerungen machte, dass Vergewaltigungen nicht zur Schwangerschaft führen würden und nun das: Beim Republikaner-Parteitag wurde eine Vorlage mit der Fordertung, Abtreibungen wieder zu verbieten, verabschiedet. Selbst im Fall von Vergewaltigungen soll es keine Ausnahme geben. Auch andere erzkonservative Forderungen finden sich darin.

Die US-Republikaner wollen ein vollständiges Abtreibungsverbot in ihren politischen Leitlinien für die kommenden vier Jahre festschreiben. Eine Kommission aus 110 Mitgliedern fasste den Beschluss, der in der kommenden Woche vom Wahlparteitag für Präsidentschaftskandidat Mitt Romney verabschiedet werden soll, am Dienstag, wie die Partei mitteilte. Demnach sollen auch Abtreibungen in Vergewaltigungs- oder Inzestfällen verboten werden.

Erzkonservatives Programm
Die Republikaner befinden sich elf Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 6. November inmitten einer Affäre um bizarre Äußerungen eines Senatskandidaten zu Schwangerschaften als Folge von Vergewaltigungen. Todd Akin hatte in einem Interview gesagt, dass Schwangerschaften nach Vergewaltigungen "eher selten" seien, weil sich der Körper einer Frau nach einer "wirklichen Vergewaltigung" gegen eine Schwangerschaft wehre.

Romney forderte ihn daraufhin auf, seine Kandidatur für einen Senatssitz im Bundesstaat Missouri zurückzuziehen. Der Parteichef der Republikaner, Reince Priebus, verlangte zudem, dass Akin nicht zum Parteitag der Republikaner in der kommenden Woche in Tampa in Florida kommen solle. Akin ließ die Kritik jedoch zuletzt an sich abperlen.

Sturm der Entrüstung
Seine Äußerungen sorgten für einen Sturm der Entrüstung bei den Demokraten von Präsident Barack Obama. Zu der neuen Entscheidung für die politischen Leitlinien teilte Obamas Lager am Dienstag mit, die Republikaner nähmen damit "den Akin-Zusatz" in ihr Parteiprogramm auf. Die politischen Leitlinien haben keinen verbindlichen Charakter

Aber das ist bei weitem nicht der einzige Retro-Beschluss der Republikaner bei ihrem Parteitag. Laut „Spiegel“ ist es der konservativste seit vielen Jahren, dessen Programm die USA zurück in die 1950er Jahre führen würde. Denn neben einem Abtreibungsverbot, soll die Schwulenehe per Verfassung verboten werden. Strengere Waffenkontrollen soll es selbst nach dem Aurora-Massaker weiter nicht geben und die Einwanderungsbestimmungen deutlich verschärft werden. Für die Wahlchancen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney bedeutet das jedoch nichts Gutes, da diese erzkonservativen Forderungen Wähler aus der Mitte eher abschrecken dürfte.

Kommentare

Kriegsgeilheit Dem Standard müsste aus ideologischen Gründen so ein Mitt Romney zutiefst zuwider sein, da er aber wegen seiner hemmungslosen Kriegsgeilheit der Wunschkandidat Israels ist, genießt er dessen ausgessprochenes Wohlwohllen. Was man sich in der Katholischen Kirche dabei denkt wenn man diesen Romney so sehr unterstützt frage ich mich auch, denn das läuft auf eine Teufel durch Beelzebub austreiben hinaus

erzkonservative forderungen So einen unsinn, dass vergewaltigungen nicht zur schwangerschaft führen, können nur männer verzapfen, welche keine ahnung von der anatomie der frauen haben. Ich unterstelle jetzt diesen personen, dass sie die vorstellung einer solchen handlung anregend empfinden und den gedanken an das unrecht beiseite schieben. Sie sollten sich schämen. Traurig!!

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