US-Wahl 2012 von

Der Dog-Fight

Kandidaten Obama und Romney werden von der Hunde-Lobby ins Visier genommen

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    Hohn für Mitt Romney im Internet. Ihm wird nicht verziehen, dass er 1983 seinen Hund mitsamt Hundehaus aufs Autodach geschnallt hat.

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    Im Internet wird daher gegen den wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner mobil gemacht.

Iran? Langweilig. Arbeitslose? Wen interessiert's? Im US-Wahlkampf ist der Hund das dominierende Thema. Zumindest, wenn man einige Internet-Foren unter die Lupe nimmt. Dort nämlich formiert sich die Dog-Lobby sowohl gegen Barack Obama als auch Mitt Romney. Warum? Sie haben des Menschen besten Freund nicht so behandelt, wie man das in der Regel tun soll. Der eine isst ihn einfach auf, der andere schnallt ihn aufs Autodach.

1983 plant in Massachusetts ein Herr namens Mitt Romney einen Familienurlaub nach Kanada. Das Auto ist voll, für den Hund, Irish Setter Seamus, ist kein Platz mehr. Was also machen? Ganz einfach, Romney schnallt das Haustier auf das Autodach. Zumindest im Hundehaus. Mitten in der zwölfstündigen Fahrt zum nördlichen Nachbarn riecht es auf einmal komisch im Auto, eine bräunliche Flüssigkeit rinnt die Fensterscheiben hinunter. Der Hund hat sich erleichtert, was empörten Hundefans zufolge aufgrund der unkomfortablen Reiseposition zustande kam.

Diese mittlerweile 29 Jahre alte Reiseanekdote wird Romney, momentan Favorit auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur, nicht mehr los. Im Internet bildte sich ein flächendeckender Shitstorm, die Facebook-Seite "Dogs Against Romney" zählt, Stand 23.4.2012 17 Uhr, 51.631 Fans. Auf der Webseite www.dogsagainstromney.com, die 2007 gegründet wurde, wird Romney täglich durch neue Beiträge aufs Korn genommen. Versuche, seinen Ruf reinzuwaschen, schlugen bisher fehl, er bleibt im Netz eine Zielscheibe von Hundefans.

Hundeesser Barack Obama
Ein kleiner Trost mag für ihn sein, dass auch Amtsinhaber Barack Obama so seine Probleme mit der Hunde-Lobby hat. Zum Verhängnis wurde dem US-Präsidenten dabei ein einziger Satz in seiner Biographie "Dreams From My Father": "Abseits des Essenstisches lernte ich Hundefleisch (zäh), Schlangenfleisch (zäher) und geröstete Grashüpfer (knusprig) kennen." Darauf aufmerksam gemacht hat der Blogger Jim Treacher, und damit Obama einen Bärendienst erwiesen.

Auch wenn es sich um ein Jugendereignis handelt, so wird nun auch über Obama eifrig gespottet. Demzufolge sollten sich gerade beleibte Hunde vor dem US-Präsidenten in Acht nehmen. Angesichts dieses Shitstorms nun auch auf demokratischer Seite titelt die "Huffington Post" sogar: "Der Hunde-Krieg eskaliert."

Weiterführende Links:
Dogs Against Romney
Dogs Against Obama

Kommentare

Amerika im Wahlkampf Wenn man glaubt es geht nicht mehr blöder dann überzeugen einen die Amis immer wieder davon was einem menschlichem Hirn noch so entspringen kann.

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