US-Teenager tot von

Doch keine Notwehr?

Anführer der Nachbarschaftswache erschießt Jungen - Opfer soll um Hilfe gerufen haben

US-Teenager tot - Doch keine Notwehr? © Bild: Youtube/ABC News

Der Tod eines 17-jährigen Schwarzen hat in den USA eine Welle der Empörung ausgelöst: Der Schüler ist im Februar in einer gesicherten Wohnanlage in Florida von dem Anführer der Nachbarschaftswache erschossen worden. Die Familie von Trayvon Martin fordern nun eine Untersuchung durch das FBI, denn der Mann, der ihren Sohn getötet hat, läuft noch immer frei herum.

Der selbsternannte Wachmann George Zimmerman (28) gibt zu, den Jungen erschossen zu haben. Er beruft sich jedoch auf Notwehr. Und das genügt den Behörden offenbar. Zimmerman geht straffrei aus.

Augenzeugen berichten von Hilfeschreien
Doch nun sind neue Indizien aufgetaucht, die den bisher unbescholtenen 28-Jährigen schwer belasten könnten, wie der US-Sender "ABC News" berichtet. Mehrere Zeugen rufen in der Nacht der Bluttat den Notruf der Polizei und berichten von Hilfeschreien. "Ich glaube, jemand schreit um Hilfe. Kommen Sie bitte schnell", sagt eine verzweifelte Anruferin. Wenige Sekunden später fallen Schüsse.

Dabei ist der 17-Jährige am Tatabend unbewaffnet, trägt lediglich ein Sackerl mit Bonbons und eine Dose Eistee bei sich, als George Zimmerman den Teenager sieht. Der Nachbarschaftswächter ruft sogar noch den Notruf an und sagt, dass er dem Jungen folgen wolle, weil er ihn für einen Drogensüchtigen halte. Der Polizeibeamte rät ihm davon ab - doch vergebens. Zimmerman schleicht Trayvon Martin nach, es kommt zu einer Auseinandersetzung, kurze Zeit später ist der Schüler tot.

Familie fordert Gerechtigkeit
Die Familie des Opfers verlangt nun eine Untersuchung durch das FBI. Der Anwalt der Familie hat sich bereits mit dem Generalstaatsanwalt in Verbindung gesetzt.

Von Anfang 2011 bis Februar 2012 hat Zimmerman insgesamt 46 Mal den Notruf gerufen, wie Polizeiprotokolle zeigen. Regelmäßig ist der Anführer der Nachbarschaftswache mit seinem Hund und einer zugelassenen Waffe auf Patrouille gegangen, um Einbrüche und andere Delikte zu melden.

Nachbarn rufen Notruf - Familie von Trayvon Martin spricht:

Weiterführender Link:
ABC News

Kommentare

die neighborhood watchers die dürfen keine waffen mit sich führen-die sollen ausschliesslich die polzei bzw die security (in einer gated community sind 24/7 auf dienst) man darf waffen besitzen um sein grundstück zu verteidigen, aber nicht mirführen
die schwarzen werden hier auf die barrikaden gehen und das sind diesmal gsd keine *ghetto kids* sonder wie es aussieht gebildete afro americans die es sich leisten können markenklamotten anzuziehen und einer *gated community* zu wohnen (der junge hatte sich bei der gate melden müssen um bekanntzugeben wohin er geht)

zimmermann soll sich freuen wenn er *nur* in den knast kommt

Die USA ein hochgefährlicher Polizeistaat 5% der Weltbevölkerung lebt in den USA, aber 25% aller Gefängnisinssase. Dabei wird sorgfältig gewählt, wie ja in diesen Artikel zu sehen ist. Weisser Möchtegern Rambo bleibt frei.

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Zukunfts-Szenario...? Da kann man wirklich nur hoffen, dass sich die Blauen in Ö. nicht durchsetzen, sie fordern bekanntlich Waffen für FPÖler und eine "Bürgerwehr". Eifrige, bewaffnete Spiesser mit der ihnen eigenen Auffassung von "Law And Order", einfach ein Alptraum...

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Re: Zukunfts-Szenario...? ich bin mir sicher dass viele menschen sich ne waffe kaufen würden wenns nicht so einfach ist... zeig mir deine freunde und ich sag dir wer du bist.. brauchts noch mehr?

erdwurm01 melden

Re: Zukunfts-Szenario...? was hatte der junge dort zu suchen??
ich bin der meinung daß einbrecher, diebe, gauner, usw. ein berufsrisiko eingehen müssen wen sie auf tour gehen!

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Re: Zukunfts-Szenario...? @erdwurm01:
- der Junge besuchte seinen Vater und deren Lebensgefährtin, welche in der Nachbarschaft wohnen.
- während einer TV-Werbepause eines Basketballspiels ging er in ein Lebensmittelgeschäft (7Eleven) um dort Skittles (Bonbons) und Ice Tea für seinen kleinen Bruder zu kaufen. Dies war übrigens alles, war er in seinem Rucksack bei sich trug (keine "Kegel" wie irrtümlich im Artikel geschrieben, sondern nur Bonbons).
- der "Nachbarschaftswächter" ruft die Polizei an und meldet einen verdächtigen Schwarzen, der nichts gutes im Sinn hat und obwohl er am Telefon aufgefordert wird, dem Jungen NICHT zu folgen, tut er dies doch mit den Worten "Ich hasse es, dass die immer ungeschoren davon kommen".

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Re: Zukunfts-Szenario...? @erdwurm01
- diverse Personen haben beim Notruf angerufen und gemeldet, dass jemand um Hilfe ruft. Die Anrufe wurden veröffentlicht. Es ist über eine längere Zeit eine flehende Stimme zu hören und dann ein Schuss. Die flehende Stimme verstummt sofort.
- Zimmerman gibt der Polizei sofort zu, dass er den Jungen erschossen hat, jedoch aus Notwehr. Floridas Gesetz erlaubt das erschiessen in Notwehr (Stand your Ground)
-Zimmerman wiegt 50 Kilo mehr und ist 10 Jahre älter als sein Opfer. Zimmerman war bewaffnet und hat Martin aktiv angegangen. Wenn hier jemand Notwehr geltend machen kann, dann Martin.
- Zimmerman läuft frei herum, Martin ist Tod.
- Wären die Rollen vertauscht (Schwarzer erschiesst Weisser) wäre der Täter schon längst verhaftet worden und niemand würde "Notwehr" akzeptieren

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