US-Soldaten töten zwei Dutzend Taliban:
Schweres Gefecht gegen Waffenschmuggler

Mit Schmuggelware beladener Lastwagen explodierte Heuer schon 5.800 Tote durch Kämpfe in Afghanistan

Bei einer Offensive gegen den Waffenschmuggel im Süden Afghanistans haben US-geführte Truppen mindestens 23 Taliban-Kämpfer getötet. Elf Waffenschmuggler seien festgenommen worden, teilten die Koalitionstruppen in Kabul mit. Ein offenbar mit Waffen beladener Lastwagen explodierte. In einem anderen Gefecht wurden vier afghanische Polizisten getötet, wie es hieß. Die Kämpfe in Afghanistan sind in diesem Jahr die verlustreichsten seit dem Sturz des 1996 mit pakistanischer Hilfe an die Macht gekommenen Taliban-Regimes durch die US-Militärintervention 2001. Mehr als 5800 Menschen wurden getötet. Elf Verdächtige wurden nach US-Militärangaben gefangen genommen.

Im verhältnismäßig ruhigeren Norden Afghanistans erschossen Anhänger eines früheren örtlichen Milizchefs unterdessen neun Polizisten. Die Polizisten seien in der Provinz Ghor in einen Hinterhalt geraten, hieß es. Im Norden Afghanistans haben die Taliban zuletzt mit Selbstmordanschlägen auch im Kommandobereich des deutschen Bundeswehrkontingents der NATO-geführten Schutztruppe ISAF gedroht. Die pro-westliche Regierung des Präsidenten Hamid Karzai in Kabul kann sich derzeit nur mit Hilfe von 40.000 ausländischen Soldaten halten.

(apa/red)