US-Serienhit "Glee" jetzt auch bei uns im TV: Darum geht's in der Musical-Comedy

Typische High School-Problemchen - und viel Musik Warum die Serie in den USA ein Mega-Erfolg ist

US-Serienhit "Glee" jetzt auch bei uns im TV: Darum geht's in der Musical-Comedy © Bild: RTL

Eine wahre Goldgrube in allen Belangen ist die US-amerikanische Musical-Serie „Glee“. Alle Musikstücke daraus werden zu Hits, die Serie selbst ist in den USA bereits ein Riesenerfolg und außerdem wurde „Glee“ seit dem Start 2009 mit Preisen überhäuft - so konnte vor kurzem drei Golden Globes eingefahren werden. Nun läuft die Serie auch im deutschsprachigen Fernsehen.

Gestern feierte die Musical-Serie „Glee“ Premiere im deutschsprachigen TV. Die erste Folge flimmerte auf RTL über den Bildschirm, ab jetzt soll die Serie dann immer Montags zur Prime Time um 20.15 auf Super RTL laufen. Ganz konnte die Erfolgs-Serie aus den USA die hohen Erwartungen zwar nicht erfüllen, dennoch erreichte „Glee“ Marktanteile über dem Super RTL-Senderschnitt bereits mit der ersten Folge.

Typische High School-Problemchen
Die Musical-Comedy-Serie feierte seine Weltpremiere im Mai 2009 auf dem US-Sender Fox. Bis jetzt existieren zwei Staffeln, eine dritte ist wegen des Erfolges bereits in Auftrag. Die Handlung von „Glee“ ist relativ simpel und einfach gestrickt und umfasst die Probleme aller Beteiligten eines High School Chors bzw. deren Umfeld.

Will Schuester übernimmt die Leitung des Glee-Clubs, eines Show-Chors an der fiktiven William McKinley High School in Ohio. Selbst noch Schüler, war er Mitglied des damals bedeutend erfolgreicheren Clubs und möchte nun an vergangene Erfolge anknüpfen. Dabei hat er natürlich mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen, wie einer eifersüchtigen Cheerleader-Trainerin, seiner Ehefrau oder knappen Budgets.

Nicht zu kurz kommen natürlich auch die Problemchen der „Glee-Kids“, also der Schüler. So etwa die talentierte Rachel, die ein Star sein möchte, der homosexuelle Kurt oder die Dreiecksbeziehung zwischen Footballspielern Finn und Puck mit der Cheerleaderin Quinn.

Das Erfolgskonzept: Musik
Soweit, so gar nicht neu, die Handlung der Serie. Was macht also den Erfolg der zigsten High School-Comedy aus?

Die Kombination aus Musical und Serie scheint die Faszination für „Glee“-Fans rund um den Globus auszumachen. In jede Folge werden musikalische Darbietungen eingebettet, die natürlich pünktlich nach Ende der Folge bereits im iTunes-Store zum Download bereit stehen. Diese Singles verkauften sich bereits sage und schreibe 13 Millionen Mal, Alben wurden mehr als fünf Millionen bereits an den Mann gebracht – und das nur bei Staffel eins.

Dabei setzen die Macher nicht wirklich auf eigene Songs, sondern vor allem Coversongs machen den Erfolg aus. Zu den bekanntesten Liedern der ersten Staffel gehörte zum Beispiel Journeys „Don’t Stop Believing“ oder Katy Perrys „Teenage Dream“. Letzteres schaffte es in der „Glee“-Variante binnen sechs Wochen auf mehr als sechs Millionen Aufrufe auf YouTube.

Außerdem werden Musikern oft ganze Episoden gewidmet, so zum Beispiel Madonna, die sich umgekehrt bereits als „Glee“-Fan outete. Bryan Adams oder Coldplay verboten zunächst eine Interpretation ihrer Songs – hoben das Verbot allerdings später wieder auf. Wohl weil erkannt wurde, welches finanzielles Erfolgspotenzial in dieser Serie liegt. Abzuwarten bleibt, ob dieses Rezept, die doch sehr amerikanische Mischung aus Comedy, Serie und (bekannter) Musik auch in Europa so weite Kreise ziehen wird.

(red)