US-Sender verbietet Werbespots: Küssende Männer sind bei Super Bowl unerwünscht

CBS verbannte auch einen tuntigen Ex-Sportler Anti-Abtreibungs-Spot geht dagegen auf Sendung

US-Sender verbietet Werbespots: Küssende Männer sind bei Super Bowl unerwünscht © Bild: mancrunch.com

Küssende Männer wird es während der Übertragung der Super Bowl nicht geben. Der Sender CBS hat einige heikle Werbespots aus der Halbzeitpause verbannt. Die Werbung einer Partneragentur für homosexuelle Männer sei dem ebenso zum Opfer gefallen wie die eines Internetportals mit einem "betont tuntigen" Ex-Profisportler. Ein umstrittener Spot gegen Abtreibung blieb hingegen im Programm.

Die Domain-Seite "GoDaddy.com" hatte mit dem - erfundenen - Football-Profi Larry Jones werben wollen. Statt nach dem harten Training Steaks zu essen und Bier zu trinken, nenne Larry sich jetzt Lola und entwerfe Damenunterwäsche. Zu sehen ist ein großer Schwarzer, erst in der Football-Kluft, dann in rosa Rüschen, der übertrieben feminin seine Kollektion anpreist. Nur durch das Internet sei er erfolgreich.

Beim "mancrunch.com"-Spot kommen sich beim Griff in die Chips-Schale zwei schreiende Football-Fans näher. Sekunden später liegen sich die Männer heftig küssend in den Armen - während dem dritten fast die Chips aus der Hand fallen.

Erlaubt ist aus Sicht von CBS hingegen die Werbung von "focusonthefamily.com", einer Gruppe konservativer Christen. In dem Filmchen erzählt eine Frau, ihr sei vor 23 Jahren eine Abtreibung empfohlen worden, weil sie an einer Amöbenruhr litt. Sie habe sich dagegen entschieden, das bald darauf geborene Kind ist der heutige Football-Star Tim Tebow.

Kritiker, vor allem Frauenverbände, werfen CBS und dem Spot Sexismus vor. Frauen würden unter Druck gesetzt, nicht abzutreiben. Der Medienexperte Bob Garfield sieht bei allen Spots eine ganz andere Wirkung: "Sie alle bekommen durch die Debatte mehr Aufmerksamkeit, als sie je hätten bezahlen können - und die abgelehnten auch noch kostenlos."

(apa/red)

Kommentare

EINFACH ALBERN... DER SCHWULEN SACHE KANN ES NUR DIENLICH SEIN, WENN DERMAßEN DUMME SPOTS AUS DEM PROGRAMM GENOMMEN WERDEN. HIER WERDEN NUR KLISCHEES BEDIENT, DIE VORURTEILE EINZEMENTIEREN ANSTATT EINE TATSÄCHLICHE SELBSTVERSTÄNDLICHE GLEICHBERECHTIGUNG UND GLEICHWERTIGKEIT ZU SCHAFFEN.

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