US-Schuldendebatte von

USA bald zahlungsunfähig?

Abererkennung der Topbonität hätte dramatische Folgen für Weltwirtschaft

US-Schuldendebatte - USA bald zahlungsunfähig? © Bild: Reuters

Der politische Streit über die Erhöhung der US-Schuldengrenze hat an Dramatik zugelegt. Zum einen droht die Ratingagentur Moody's den USA wegen des Konfliktes mit der Aberkennung der Topbonität. Die Bestnote "Aaa" für US-Staatsanleihen stehe infrage, so Moody's. Zum anderen wird der Ton zwischen Demokraten und Republikanern immer rauher, die Nerven liegen offenbar blank.

Am Mittwoch waren die Verhandlungen zwischen Obama und den Republikanern im Kongress über eine Anhebung des Schuldenlimits von derzeit 14,3 Billionen Dollar (10 Billionen Euro) erneut ergebnislos beendet worden. Die vierte Gesprächsrunde in dieser Woche war offenbar die bisher angespannteste, beide Seiten schoben sich den "scharzen Peter" zu. Obama habe die Gespräche abrupt beendet und den Raum verlassen, verlautete aus Kreisen der Republikaner.

Ein ranghoher Berater Obamas sagte dazu, der Fraktionschef der Republikaner im Repräsentantenhaus, Eric Cantor, habe sich in den Gesprächen wie ein Kind benommen. Sein Parteikollege, der Präsident des Repräsentantenhauses John Boehner, solle Cantor zügeln und dafür sorgen, dass "die Erwachsenen ihre Arbeit machen können". Die "Washington Post" berichtete zudem, dass Obama nicht aus dem Verhandlungsraum gestürmt sei, sondern das Treffen nach fast zwei Stunden ohnehin beenden wollte.

"Mätzchen und Bilanztricks"
Boehner soll die Einsparungsvorschläge der Regierung als "Mätzchen und Bilanztricks" abgelehnt haben. Das demokratische Obama-Lager macht von der Opposition, die im Repräsentantenhaus aber die Mehrheit hat, geforderte massive Einsparungen auch im Sozialbereich von Steuererhöhungen für Reiche abhängig. Die Republikaner lehnen aber jegliche Abgabenerhöhungen ab.

Zahlungsunfähige USA?
Falls die Gespräche scheitern, sind die USA voraussichtlich ab dem 2. August zahlungsunfähig. Ein solcher "Super-GAU" in der Schuldenkrise der größten Wirtschaftsmacht würde die Finanzmärkte weltweit erschüttern. Die Rating-Agentur Moody's erklärte, falls eine Einigung nicht rechtzeitig zustande komme, könnten die USA die Note "Aaa" bereits in den kommenden Wochen verlieren. Die Gefahr, dass die USA ihre Zinsen für aufgenommene Schulden nicht mehr zahlen könnten, sei nicht mehr vernachlässigbar.

Das Finanzministerium bezeichnete die Entscheidung Moody's als wichtigen Warnschuss. "Es ist eine rechtzeitige Erinnerung für den Kongress, sich schnell zu bewegen", sagte der zuständige Staatssekretär Jeffrey Goldstei.

Kommentare

Eh schon kein Geld mehr... aber jetzt will der neue Kriegsminister auch noch den Irakeinsatz verlängern und machte sogar Bemerkungen dass man gegen den Iran etwas unternehmen muss. Kommt da etwa ein neuer Megakrieg? Diesen Bestien trau ichs ja zu dass sie ihre Wirtschaft durch einen Krieg retten wollen.

Fehlerteufel -News Redaktion Ich denke wohl das sollte "SCHWARZER Peter" heissen. Ausserdem würde ich das den Paranoiden und selbst gefälligen Amis wünschen.

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