US-Präsidentschaftswahlen von

Trump: Romneys Klotz am Bein

Der milliardenschwere Investor macht dem Obama-Rivalen das Leben schwer

US-Präsidentschaftswahlen - Trump: Romneys Klotz am Bein © Bild: APA/EPA/Michael Nelson

Das hatte sich Mitt Romney wohl ganz anders ausgemalt: Gerade Geburtsurkunde von Barack Obama an. Für die Republikaner könnte "The Donald" damit zum (milliarden)schweren Klotz am Bein werden.

Kurz zur Vorgeschichte: Milliardär Donald Trump, neben dickem Portemonnaie mit jede Menge Selbstbewusstsein ausgestattet, verfolgt seit einigen Jahren eine Mission: Er will US-Präsident Obama aus dem Amt jagen. Sein Argument: Obama sei gar nicht auf Hawaii geboren, sondern in Kenia und dürfe daher laut Verfassung gar nicht Präsident sein.

Trump ist mit dieser Ansicht nicht allein: Die Verschwörungstheoretiker der sogenannten "Birthers"-Bewegung hegen diese Zweifel schon seit einigen Jahren. Dem wurde es schließlich zu bunt: Im April des Vorjahrs veröffentlichte der US-Präsident erstmals seine vollständige Geburtsurkunde - und brachte die Birthers vorerst zum Verstummen. Bis jetzt.

"Ich weiß es besser"
Trump, einer der wichtigsten Spendengeber für Romney, äußerte in mehreren Interviews erneut Zweifel an der Geburtsurkunde Obamas - ausgerechnet am Tag, als Romney mit dem Sieg bei den Vorwahlen in Texas offiziell zum Präsidentschaftskandidaten wurde. "Ich weiß es besser als jeder Andere", brüllte Trump der "Huffington Post" am Telefon entgegen. "Ich spaziere die Straße entlang und die Leute rufen mir zu: 'Gib' das bitte nicht auf!'", meinte Trump auf CNBC.

Für Romneys Wahlkampf sind die schrägen Äußerungen von Trump pures Gift. Obama hingegen reibt sich wahrscheinlich die Hände: Schließlich glaubt heute kaum noch ein Amerikaner, dass der US-Präsident NICHT in den USA geboren wurde. Und für die Demokraten ist es eine willkommene Gelegenheit, den Herausforderer erneut ins radikale Eck zu stellen. Wie lange lässt sich Romney das noch gefallen?