US Open von

Mayr-Achleitner in Runde zwei

Lucky Loser besiegt die als Nummer 29 gesetzte Slowakin Rybarikova

Patricia Mayr-Achleitner © Bild: GEPA/Pranter

Als Lucky Loser zum verdienten Winner: Patricia Mayr-Achleitner nützte am Montag bei den mit 34,3 Mio. Dollar dotierten US Open in Flushing Meadows ihre Chance und freute sich über ihren ersten Sieg im Hauptbewerb eines Majors seit über vier Jahren. Die 26-jährige Tirolerin überraschte die als Nummer 29 gesetzte Slowakin Magdalena Rybarikova mit einem 7:6(2),6:3-Erfolg nach 1:43 Stunden.

Mayr-Achleitner war eigentlich in der dritten Qualifikationsrunde ausgeschieden, ist aber als Lucky Loser noch in den Hauptbewerb gerutscht. Es war der erste Hauptrunden-Major-Sieg für sie seit Wimbledon 2009.

Als aktuelle Nummer 140 der Weltrangliste war Mayr-Achleitner als klare Außenseiterin gegen die zwei Jahre jüngere Weltranglisten-31. ins Match gegangen. Doch Österreichs Nummer drei hielt von Beginn weg gut mit der Slowakin mit, wehrte u.a. im ominösen siebenten Game zwei Breakbälle ab. Ohne Serviceverlust ging es ins Tiebreak, das Mayr-Achleitner relativ klar mit 7:2 für sich entschied.

Nach einem schnellen Break zum 1:0 nahm die Österreicherin im zweiten Durchgang Kurs auf den zweiten Sieg im zweiten Duell auf WTA- oder ITF-Ebene mit Rybarikova. Richtig eng wurde es allerdings noch beim Stand von 4:3, Aufschlag Mayr-Achleitner: Die Tirolerin musste zwei Rebreakbälle zum 4:4 abwehren und nützte erst den siebenten Ball zum 5:3. Danach schaffte sie aber sofort das neuerliche Break zum Sieg.

"Ich habe meine Chance genutzt"

"Es war ein bisschen eigenartig für mich heute zu spielen, so windig und sie gibt einem keinen Rhythmus. Aber ich kann ihr Spiel sehr gut lesen", konstatierte Mayr-Achleitner und freute sich. "Ich war schon so happy, dass ich Lucky Loser geworden bin. Das war etwas glücklich, aber ich habe meine Chance genutzt."

Sie wisse es nach der langen Verletzung besonders zu schätzen, wieder im Hauptfeld zu stehen. "Ich war in dem dritten Match (Qualifikation, Anm.) spielerisch gar nicht schlechter, aber einfach platt. Umso schöner ist es, dass ich mich jetzt noch einmal beweisen konnte. Und eine Gesetzte habe ich schon einmal rausgehauen."

Hoffen auf die dritte Runde

Mayr-Achleitner hat sich damit auch fast 40.000 Euro Preisgeld gesichert und trifft nun entweder auf die Kasachin Jaroslawa Schwedowa oder die Russin Olga Putschkowa. Sie steht zum insgesamt dritten Mal in der zweiten Runde eines Major-Events, die dritte Runde hat Mayr-Achleitner bisher noch nie erreicht. Besonderer Anreiz diesmal wäre ein mögliches Drittrunden-Duell mit der Nummer eins der Welt, Titelverteidigerin Serena Williams (USA).

Zuvor rechnete sie mit Schwedowa als nächste Gegnerin. "Sie ist eine gute Spielerin, aber es ist trotzdem machbar. Dann eine dritte Runde, vermutlich in der Nightsession, gegen Serena - das wäre unglaublich."

Mayr-Achleitner trainiert seit Wimbledon übrigens wieder ausschließlich mit ihrem Mann Michael.

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