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US Open ohne Maria

Weder Scharapowa noch Sugarpova - Russin sagt verletzungsbedingt ab

Maria Scharapowa © Bild: Getty/Martinez

Nach der Aufregung um eine mögliche vorübergehende Namensänderung in Sugarpova hat die frühere Weltranglisten-Erste verletzungsbedingt ihre Teilnahme an den US Open abgesagt. Die als Nummer drei gesetzte Russin laboriere an einer Schleimbeutelentzündung in der rechten Schulter, gab der US-Tennisverband (USTA) am Mittwochabend bekannt. Die 26-Jährige hatte sich erst vergangene Woche nach nur einem Match von ihrem neuen Trainer Jimmy Connors getrennt.

"Ich habe seit Wimbledon alles getan, um bereit zu sein, aber es war nicht genug Zeit", erklärte Scharapowa auf ihrer Facebook-Seite. "Ich habe viele Tests gemacht und Meinungen eingeholt, aber am Ende geht es darum, genug Zeit für die Heilung meiner Schulter zu haben." Die vierfache Major-Siegerin sprach von einer "sehr schwierigen Entscheidung", für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres abzusagen. 2006 hatte sie in Flushing Meadows triumphiert.

"In den nächsten Wochen werde ich mir eine Auszeit nehmen und Behandlungen machen", sagte Scharapowa, die seit ihrem Zweitrunden-Aus in Wimbledon wegen Hüftproblemen nur ein Spiel bestritten hatte. Vergangene Woche unterlag sie in der zweiten Runde des WTA-Premier-Turniers in Cincinnati der 20-jährigen US-Amerikanerin Sloane Stephens. Es war auch Scharapowas einziges Spiel unter US-Tennislegende Connors, den sie erst im Juli als ihren Coach angeheuert hatte.

Namensänderung scheitert an Bürokratie

Die vergangenen Tage hatte Scharapowa noch mit einer angekündigten Namensänderung für Aufsehen gesorgt. Um eine von ihr kreierte Süßigkeit zu bewerben, hatte die Russin vorgehabt, sich während der US Open für zwei Wochen offiziell Sugarpova zu nennen. Ein diesbezüglicher Antrag sei beim Obersten Gerichtshof ihrer Wahlheimat Florida aufgelegen. Scharapowa nahm aber wegen einiger bürokratischer Hürden wieder Abstand von der ungewöhnlichen Aktion.

Durch die Absage von Scharapowa rutschte in New York die Polin Agnieszka Radwanska in der Setzliste auf Rang drei nach oben. Nummer eins im Damen-Feld ist US-Titelverteidigerin Serena Williams, Nummer zwei die Weißrussin Viktoria Asarenka, die zuletzt bei der Generalprobe in Cincinnati im Finale über Williams triumphiert hatte

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