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US-Marine gibt Warnschüsse
auf iranisches Schiff ab

US-Vertreter: Reagierte nicht auf Funksprüche - Offenbar Schiff der Revolutionsgarden

Ein US-Kriegsschiff hat nach Angaben eines US-Vertreters am Dienstag Warnschüsse auf ein iranisches Schiff im nördlichen Golf abgefeuert. Das Patrouillenboot "Thunderbolt" habe die Schüsse abgegeben, nachdem sich das iranische Schiff bis auf knapp 140 Meter genähert und dessen Besatzung weder auf Funksprüche noch auf Signale mit dem Schiffshorn reagiert habe.

Die "Thunderbolt" werde von mehreren Schiffen der US-Küstenwache begleitet. Bei dem iranischen Schiff habe es sich vermutlich um eines der Revolutionsgarden gehandelt.

Mit dem internationalen Abkommen über das iranische Atomprogramm im letzten Jahr hatten sich die Beziehungen der jahrelang verfeindeten Länder etwas entspannt. Allerdings gibt es weiterhin Spannungen wegen des iranischen Raketenprogramms und der iranischen Unterstützung für die syrische Regierung.

Im Golf kommt es immer wieder zu Zwischenfällen zwischen der US-Marine und iranischen Einheiten. Im Jänner feuerte ein US-Zerstörer nahe der Meerenge von Hormuz drei Warnschüsse auf vier iranische Schnellboote ab, die nach US-Angaben mit hoher Geschwindigkeit auf das Schiff zugefahren waren.

Im März näherten sich nach US-Angaben ebenfalls in der Straße von Hormuz mehrere Schnellboote der Revolutionsgarden bis auf 550 Meter dem Marineschiff "Invincible" und zwangen es zur Kursänderung. Nach iranischen Angaben änderte hingegen die "Invincible" ihren Kurs und fuhr auf Schiffe der Revolutionsgarden zu. Während des Wahlkampfs hatte der damaligen Präsidentschaftskandidat und heutige Staatschef Donald Trump erklärt, jedes Schiff, das die US-Marine störe, werde "aus dem Wasser geschossen".

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