US-Immobilienkrise: Sonderkonditionen für namhafte Politiker bei Hypothekenanbieter!

Größtes Unternehmen gewährte Politiker-Bonus Countrywide Financial im Zentrum der Immo-Krise

US-Immobilienkrise: Sonderkonditionen für namhafte Politiker bei Hypothekenanbieter! © Bild: Reuters/Veloso

In den USA tut sich ein neuer Polit-Skandal auf. Einflussreiche Staatsmänner sollen beim größten Hypothekenanbieter des Landes Immobilienkredite zu Sonderkonditionen erhalten haben. Wie die "Washington Post" berichtete, wurde die Vorzugsbehandlung direkt vom Direktor der Gruppe Countrywide Financial, Angelo Mozilo, genehmigt. Zu den Nutznießern gehörten demnach Politiker aller Parteien, allen voran der Senator Christopher Dodd, Vorsitzender des Ausschusses für Bankangelegen.

Das Magazin "CondeNast Portfolio" hatte den Skandal zuvor öffentlich gemacht und berichtet, in hausinternen Dokumenten und E-Mails seien die Nutznießer der Vorzugsdarlehen als "die Freunde von Angelo" bezeichnet worden.

"Machen sie eine Ausnahme angesichts der Tatsache, dass der Darlehensnehmer ein Senator ist", zitierte das Magazin aus einer E-Mail von Mozilo. Dabei sei es um den demokratischen Senator Kent Conrad gegangen, der dem Haushaltsausschuss vorsitzt. Laut "Washington Post" hat Mozilo nie ein Geheimnis aus Gefälligkeiten dieser Art gemacht. Dodd und Conrad hätten jedoch dementiert, von irgendeiner Vorzugsbehandlung profitiert zu haben. Countrywide Financial ist der größte Hypothekenfinanzierer in den USA und steht derzeit im Mittelpunkt der US-Immobilienkrise.

(apa/red)