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US-Geheimdienste
unterrichten erstmals Trump

US-Präsidentschaftswahl: Republikaner kritisiert Arbeit der Geheimdienste

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat seine erste vertrauliche Unterrichtung durch den Geheimdienst erhalten. Mitarbeiter des Nationalen Geheimdienstdirektors hätten den republikanischen Anwärter auf das Weiße Haus am Mittwoch (Ortszeit) in einem abhörsicheren Raum des FBI-Gebäudes in New York über die Weltlage informiert, berichtete der Sender ABC.

Die Präsidentschaftskandidaten der großen US-Parteien haben nach ihrer Nominierung jeweils das Anrecht auf derartige Briefings. Ziel ist es, den künftigen Staatschef über die außen- und sicherheitspolitische Lage zu informieren und ihn über mögliche Bedrohungen der nationalen Sicherheit zu unterrichten. Auch Trumps demokratische Rivalin Hillary Clinton soll derartige Unterrichtungen erhalten. Die Präsidentschaftswahl steht im November an.

Bei den Unterrichtungen der Kandidaten kommen in der Regel auch als vertraulich eingestufte Informationen zur Sprache. Zwei von Trumps engsten Beratern, der pensionierte General Michael Flynn und der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, nahmen an dem Briefing teil.

Trump kritisierte in einem TV-Interview, die Arbeit der Geheimdienste sei in den vergangenen zehn Jahren "katastrophal" gewesen. Ohne das näher auszuführen, sagte der Republikaner, im Bereich der Geheimdienste seien "schlechte Entscheidungen" getroffen worden.

Die Demokraten hatten sich beunruhigt darüber gezeigt, dass Trump Zugang zu vertraulichen Geheimdienstinformationen bekommt. Sie werfen ihm außen- und sicherheitspolitische Inkompetenz vor.

Der amtierende Präsident Barack Obama sagte bei einer Pressekonferenz Anfang August, wer Präsident werden wolle, müsse sich "präsidial verhalten". "Das bedeutet auch, man muss an den Briefings teilnehmen können, ohne die Inhalte zu verraten."

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