US-Drohne zielte auf Islamisten in Pakistan:
Insgesamt 30 Menschen bei Angriff getötet

In Gebäude hatten sich rund 50 Militante versammelt Grenzregion gilt als Rückzugsgebiet für Al-Kaida

US-Drohne zielte auf Islamisten in Pakistan:
Insgesamt 30 Menschen bei Angriff getötet © Bild: Reuters/Hussain

Bei einem US-Angriff auf ein Islamistenversteck in Pakistan sind nach letzten Meldungen mindestens 30 Menschen getötet worden, darunter der pakistanische Taliban-Chef Baitullah Mehsud. Wie ein Geheimdienstmitarbeiter berichtete, feuerte eine unbemannte Drohne zwei Raketen auf ein Gebäude im Stammesgebiet in Süd-Waziristan im Norden Pakistans ab.

Die Grenzregion gilt als Rückzugsgebiet für Al-Kaida-Terroristen und Kämpfer der Taliban, die von dort die US-geführten Truppen jenseits der Grenze in Afghanistan angreifen. In der Region werden die Al-Kaida-Führer Osama bin Laden und Ayman al-Zawahiri vermutet.

"Dem Erdboden gleichgemacht"
"Durch den Raketenbeschuss wurde das festungsartige Haus in Shawangai dem Erdboden gleichgemacht", sagte der Geheimdienstmann. Unter dem Schutt wurden weitere Opfer vermutet. Zumeist handelt es sich den Angaben zufolge um Usbeken. In dem Gebäude hätten sich mindestens 50 Militante zu einem Treffen versammelt. Taliban umstellten das Gebiet nach dem Angriff und brachten mehrere Verletzte in ein Krankenhaus.

Schwächung der Al-Kaida
Die US-Streitkräfte haben seit vergangenen Juli vermutlich mehr als 30 derartige Angriffe im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet durchgeführt. Die Führung des Terrornetzwerks Al Kaida sei dadurch erheblich geschwächt worden. Die pakistanische Regierung hat gegen die Angriffe scharf protestiert und erklärt, bei den meisten Opfern handle es sich um Zivilpersonen.

(apa/red)