US-Budgetstreit von

Das große Finale

Offenbar Forderung nach Erhöhung der Erbschaftssteuer fallengelassen

Barack Obama © Bild: APA/EPA

Praktisch bis zur letzten Minute haben die Kongressparteien in Washington um einen Kompromiss im US-Budgetstreit gerungen. Aber im US-Haushaltsstreit sind allem Anschein nach die Aussichten auf einen Kompromiss in letzter Minute gestiegen. Laut einem Bericht der "Washington Post" kamen die Demokraten den Republikanern bei den Verhandlungen um Steuererhöhungen in mehreren Punkten entgegen. So sollen sie ihre bisherige Forderung nach einer Erhöhung der Erbschaftssteuer fallen gelassen haben, um den Konservativen einen Deal schmackhafter zu machen.

Der Zeitung zufolge boten sie zudem an, die Steuern erst für Haushalte ab einem Jahreseinkommen von 450.000 Dollar (340.000 Euro) anzuheben. Ähnliches berichtete zuvor auch schon der Fernsehsender CNN.

Kommt es bis zum Jahreswechsel nicht zu einer Vereinbarung, treten automatisch Steuererhöhungen für alle und massive Ausgabenkürzungen in Kraft ("Fiskalklippe"). Den Berichten zufolge lagen die Vorschläge der Demokraten und Republikaner zur Steuer-Einkommensgrenze am Vormittag (Ortszeit) noch um rund 100 000 Dollar auseinander. Die Konservativen lehnten außerdem einen Vorstoß der Gegenseite ab, die automatischen Einsparungen bis 2015 zu verschieben, ohne konkrete andere Ausgabenkürzungen festzulegen.

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