US-Börsen bleiben weiter auf Crashkurs:<br> Dow Jones fällt nochmals über vier Prozent

Schlechteste Börsenbarometer-Werte seit 9/11 Investoren versuchen Flucht in sichere Anlagen

US-Börsen bleiben weiter auf Crashkurs:<br> Dow Jones fällt nochmals über vier Prozent © Bild: APA/DPA/Roessler

Angesichts weiterer spektakulärer Umwälzungen in der Finanzbranche sind die US-Börsen zur Wochenmitte erneut auf steile Talfahrt gegangen. Der Ausverkauf bei Finanzwerten beschleunigte sich teils drastisch. Investoren flüchteten in vermeintlich sichere Anlagen wie Gold, andere Edelmetalle und festverzinsliche Anlagen.

Das historische Eingreifen der US-Notenbank beim angeschlagenen Versicherungsriesen AIG konnte den Anlegern die Ängste nicht nehmen. Nun geraten auch die zwei letzten unabhängigen US-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley immer tiefer in den Abwärtssog an der Börse.

Sturzflug des Dow-Jones-Index
Der Dow-Jones-Index verlor bereits zum zweiten Mal in dieser Woche über vier Prozent. Zum Wochenstart hatte das weltweit bekannteste Börsenbarometer seinen schlechtesten Tag nach den Terrorattacken vom 11. September 2001 erlebt - gefolgt von einer Verschnaufpause am Dienstag.

Der Dow Jones büßte 4,06 Prozent auf 10 609,66 Punkte ein. Der SP-500-Index brach um 4,71 Prozent auf 1156,39 Punkte ein. Der NASDAQ-Index stürzte am stärksten ab mit minus 4,94 Prozent auf 2098,85 Punkte.

Rettung für AIG
Die Notenbank rettet AIG mit einem Mega-Kredit von 85 Milliarden Dollar und steigt dafür mit 80 Prozent ein. Die Aktie brach weiter ein und verlor mehr als 45 Prozent auf 2,05 Dollar.

Selbst zuletzt bessere Quartalszahlen als erwartet helfen den Investmentbanken an der Börse nichts mehr: Goldman Sachs stürzte um weitere 14 Prozent auf 114,50 Dollar ab. Morgan Stanley brach um 24 Prozent auf 21,75 Dollar ein. Noch schärfere Kursabstürze hatten Wettbewerber Lehman Brothers am "schwarzen Montag" der Branche zu Wochenbeginn das Genick gebrochen.

Der Goldpreis verzeichnete den höchsten je an einem Tag erreichten Anstieg. Der Preis für eine Feinunze kletterte im elektronischen Handel am Abend um bis zu 11,6 Prozent auf 870,90 Dollar. Auch Rohöl verteuerte sich nach zuletzt deutlichen Abschlägen wieder deutlich.

(apa/red)