US-Astronaut von

Neil Armstrong ist tot

Der erste Mensch am Mond ist im Alter von 82 Jahren verstorben

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    Am 20. Juli 1969 betritt der US-Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.

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    Kurze Zeit später steigt auch sein Kollege Buzz Aldrin aus der Landefähre "Eagle" und berührt den Mondboden.

Der erste Mensch am Mond ist tot. Neil Armstrong ist im Alter von 82 Jahren verstorben, wie US-Medien berichten. Erst Anfang August wurde Armstrong am Herzen operiert.

Der ehemalige Astronaut soll aufgrund von Komplikationen nach der Bypass-Operation verstorben sein, wie der Sender "NBC News" berichtet. "Neils Pioniergeist" werde ihm dabei helfen, sich von der Bypass-Operation zu erholen, sagte seine Frau Carol damals nach der schweren Operation.


© Bild: APA/EPA/BILL INGALLS/NASA; Armstrong während einer Rede in Columbus im Februar 2012

Ein kleiner Schritt ...
Armstrong war zusammen mit Buzz Aldrin und Michael Collins in der Mondfähre "Eagle" zum Mond gereist und hatte am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betreten. Den historischen Vorgang kommentierte er mit den berühmt gewordenen Worten: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit."

NASA-Video von der Mondlandung im Jahr 1969: In einem seiner seltenen Interviews sagte Armstrong über die Mondlandung: "Unsere Chance, beim ersten Versuch auf dem Mond zu landen, sah ich bei 50 Prozent." Immerhin schätzte Armstrong die Chancen der Crew, wieder heil auf die Erde zurückzukehren, auf 90 Prozent ein.

Bescheidener Held
Armstrong lebte sehr zurückgezogen, trat nur alle fünf Jahre kurz ins Scheinwerferlicht, beim traditionellen Empfang des jeweiligen US-Präsidenten für die legendäre Besatzung der "Apollo 11", zuletzt am 20. Juli 2009. Die Feier zum 40. Jahrestag der Mond-Mission war die letzte, bei der das Trio Armstrong, Michael Collins und Edwin "Buzz" Aldrin vollzählig im Weißen Haus erschien. US-Präsident Barack Obama würdigte Armstrong und seine beiden Kollegen damals als "amerikanische Helden".

Wie immer bei Berühmtheiten ranken sich auch um Armstrong, der deutsche und schottisch-irische Wurzeln hat, viele Geschichten über eine frühe Leidenschaft und Berufung zum späteren Erfolgsjob. Geboren in Wapakoneta (Ohio) soll er schon als Zweijähriger von Flugzeugen fasziniert gewesen sein. Bereits mit 16 brachte er es zur ersten Fluglizenz - noch vor dem Autoführerschein. Armstrong studierte dann an der Purdue University Luftfahrt-Ingenieurwissenschaften, wurde Marineflieger und absolvierte 78 Kampfeinsätze im Koreakrieg.

Mitte der 50er Jahre begann eine mehrjährige Karriere als unerschrockener Testpilot. Über 50 verschiedene Maschinen erprobte Armstrong. Wiederholt kam er dabei in brenzlige Situationen - und erreichte bereits Höhen von über 62 Kilometern. Aber er wollte noch höher hinaus, und 1962 war der erste Schritt erreicht: Die NASA akzeptierte Armstrong als Astronauten. 1966 gelang ihm als Chefpilot von "Gemini 8" das Andocken an ein unbemanntes Raumfahrzeug im Orbit - das erste Rendezvous im All.

Drei Jahre später ging dann der größte Traum in Erfüllung. Armstrong leitete die "Apollo 11"-Mondmission, steuerte die kleine Landefähre "Eagle" im Endanflug per Hand auf den Erdtrabanten und trat als erster aus der Luke, vor seinem Kollegen "Buzz" Aldrin.

Vom Astronauten zum Professor
In den ersten Wochen nach der Rückkehr ließ sich Armstrong mit der Crew noch feiern, rund um die Welt. Er gab dann aber schon wenig später bekannt, dass er nicht mehr ins All fliegen wolle und verließ die NASA 1971 ganz, um acht Jahre als Professor an der University of Cincinnati Luft- und Raumfahrt-Ingenieurwissenschaften zu lehren. Danach nahm der in zweiter Ehe verheiratete Armstrong hier und da Sprecherfunktionen an und war Vorstandsmitglied in Unternehmen.

Aber Fernsehauftritte etwa gab es kaum. Und in den vergangenen beiden Jahrzehnten weigerte sich Armstrong partout, Autogramme zu geben - nachdem er herausfand, wie viel Geld damit und mit anderen Armstrong-Memorabilia gemacht wird. Auch sein langjähriger Friseur bekam seinen Unmut zu spüren, als er eine Haarsträhne seines prominenten Kunden verkaufte: Er musste den Erlös für einen guten Zweck stiften.

Doch die Raumfahrt blieb ihm bis zum Schluss ein Herzensanliegen. Als US-Präsident Obama vor zwei Jahren die Abkehr von einem neuen NASA-Mondprogramm verkündete, protestierte Armstrong in einem offenen Brief gegen die drohende "Zweitklassigkeit" der USA in der Weltraumforschung. Erst vor drei Wochen machten ihm seine NASA-Kollegen dann ein besonderes Geburtstagsgeschenk: Der Mars-Rover "Curiosity", der den roten Planeten erforschen soll, landete nämlich am 82. Geburtstag Armstrongs auf dem Mars. Kurz darauf unterzog sich die Weltraumlegende jener Herzoperation, von der er sich nicht mehr erholen sollte.

Kommentare

R.I.P. jetzt bist du für immer oben..............

stabilis melden

Ein kleiner Schritt für die Menschheit.... ....aber jetzt ein großer Schritt für Neil Amstrong.

Wir werden Deiner immer Gedenken!

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Re: Ein kleiner Schritt für die Menschheit.... Obgleich des großen Erfolges soll er stets ein bescheidener Mann gewesen sein.
R.I.P.

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