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Mit Ursula Strauss ins "Sacher"

Hochkarätig besetzter ORF-Zweiteiler über Hotelchefin Anna Sacher

Ursula Strauss als Anna Sacher © Bild: APA/Herbert Pfarrhofer

Am Sacher kommt man in Wien kaum vorbei: Wer der Stadt einen Besuch abstattet, wirft meist auch einen Blick auf das legendäre Hotel im Ersten Bezirk. Der Geschichte dieser Nobeladresse widmet sich am 27. und 28. Dezember (jeweils um 20.15 Uhr auf ORF 2) auch ein neuer TV-Zweiteiler: "Das Sacher. In bester Gesellschaft" fängt drei Jahrzehnte des Hauses nächst der Staatsoper ein.

Im Zentrum steht dabei Ursula Strauss als "Grande Dame" Anna Sacher. Ihr gelingt es nach dem Tod ihres Mannes Eduard, die Konzession für das Hotel zu erlangen, heißt es in der Beschreibung des Films. Nach und nach kann sie das Sacher in der Zeit um die Jahrhundertwende etablieren. "Sie hat sich ihren Platz erkämpft, sich mutig der Gesellschaft gestellt und war eine der einflussreichsten Frauen der damaligen Zeit", zitiert der Sender Strauss über ihre Filmfigur. "Bei ihr sind viele Fäden zusammen gelaufen, sie steht für ein offenes, internationales Wien, für ein Wien der Weltausstellung."

Ursula Strauss als Anna Sacher
© APA/Herbert Pfarrhofer

In weiteren Rollen der ORF/ZDF-Koproduktion, die von Robert Dornhelm inszeniert wurde, sind u.a. Josefine Preuß, Julia Koschitz, Laurence Rupp und Florian Stetter zu sehen. Die Lebenswege ihre Figuren kreuzen sich im Hotel, wobei ihnen Robert Palfrader als Portier des Hauses die Tür öffnen darf. Das Drehbuch zum Zweiteiler stammt von Rodica Doehnert, die dazu auch einen Roman verfasst hat: "Das Sacher. Die Geschichte einer Verführung" ist Ende November im Europa Verlag erschienen.

Ursula Strauss als Anna Sacher
© APA/Herbert Pfarrhofer

Ergänzend zum fiktionalen Programm widmet sich nach der Ausstrahlung des ersten Films eine Dokumentation der Geschichte des Sachers von einer anderen Seite: Die ORF/ARTE-Doku "Die Königin von Wien - Anna Sacher und ihr Hotel" wird als ein Film über "eine Frau mit Widersprüchen" angekündigt und ist am 27. Dezember ab 22 Uhr zu sehen. Filmemacherin Beate Thalberg forschte dafür ausschließlich an den Originalquellen, was sich gelohnt habe. "So konnten wir eine ganz neue, starke Persönlichkeit zutage fördern, die sich deutlich unterscheidet von der bisher kolportierten 'gemütlichen Matrone': die einfallsreiche und erfolgreiche Unternehmerin, die selbstbestimmte, hochmoderne Frau, der Freigeist und die für die Ringstraßen-Ära so wichtige Integrationsfigur."

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