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Top Urlaubs-Aufreger

Die AK listet die häufigsten Beschwerden. PLUS: So holen Sie sich Geld zurück

Urlaub Frust © Bild: Getty/Ingram Publishing

So manchen bleibt die schönste Zeit im Jahr, der Urlaub, in keiner guten Erinnerung. Stornos, gecancelte oder verspätete Flüge sowie Pannen bei Online-Buchungen waren 2013 die drei häufigsten Aufreger. Das zeigt eine erste AK Auswertung von 210 Reisebeschwerden.

Im Mittelpunkt der Beratungen standen heuer Stornoanfragen (40 Prozent). Dabei ging es fast immer (35 Prozent) um die politischen Unruhen und Demos in Ägypten und der Türkei. Die Ratsuchenden wollten über die Sicherheitslage im Urlaubsland Bescheid wissen, und ob kostenlos storniert oder umgebucht werden kann. Die restlichen Fragen betrafen gängige Stornierungen, etwa aufgrund von Krankheit.

Überbuchte, unpünktliche oder gestrichene Flüge, etwa wegen technischer Gebrechen oder erkrankter Piloten, und beschädigte oder verspätete Koffer regten jede/n Fünfte/n auf. Sie beklagten vor allem, dass das Zahlen von Entschädigungen nach der Fluggastrechte-Verordnung nicht glatt über die Bühne ging sowie den zu geringen Schadenersatz für ramponiertes Gepäck.

Doppelbuchung wegen Fehlermeldung und Co.


14 Prozent der KonsumentInnen kämpften mit unterschiedlichsten Problemen: Meist schlugen sie sich mit den Online-Buchungen herum - zum Beispiel: Sie buchten aufgrund einer Fehlermeldung doppelt; sie bekamen eine Stornogebühr-Forderung, obwohl die Buchung fehlgeschlagen war. Aber auch insolvente Reisefirmen verwandelten die Urlaubslust in Urlaubsfrust.

Jeder Neunte beanstandete die miese Unterbringung: Die Hotels hielten nicht, was der Prospekt versprach - so fehlte der gebuchte Meerblick, der nächste Ort war nicht zwei, sondern 30 Kilometer entfernt ... Disco- oder Fluglärm störten ebenfalls die Urlaubsruhe.

Weitere Reizthemen waren etwa Preisprobleme wie intransparente Preisangaben im Internet oder Leistungsänderungen knapp vor der Abreise - so wurden Überbuchungen des Hotels bekannt gegeben, aber keine gleichwertigen Ersatzangebote gemacht.

Auffällig viele Beschweren bei Online-Buchungen

Die AK analysierte die ersten Beschwerden von 210 KonsumentInnen in der Haupturlaubszeit (2012: 201), die sich beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) von Mitte Juni bis Mitte Juli beraten ließen. Von den 210 Beratungen hatte rund jede/r zweite Konsument/in (54 Prozent) eine Pauschalreise gebucht. Rund 38 Prozent der Anfragen gingen auf Flugbuchungen zurück, rund acht Prozent auf Ferienunterkünfte und andere touristische Leistungen wie Fähren oder Mietautos. Die Anfragen bezogen sich auf die Reiseländer Ägypten, Spanien und die Türkei. Auffällig: Rund 56 Prozent der Buchungen erfolgten online - rund ein Fünftel davon über spezielle Online-Buchungsportale

Ihr Urlaub war getrübt - was Sie tun können:

  • Machen Sie nach der Rückkehr Ihre Ansprüche mit einem eingeschriebenen Brief geltend. Ein Musterbrief ist auf der AK Homepage
  • Lassen Sie sich bei Ihren berechtigten Beschwerden nicht mit Gutscheinen abspeisen. Eine Preisminderung ist in bar zu gewähren. Orientierung bei Pauschalreisen bietet die "Frankfurter Tabelle". Sie finden sie im Web unter www.arbeiterkammer.at.
  • Schadenersatz für entgangene Urlaubsfreude ist möglich. Voraussetzung: zumindest erhebliche vom Reiseveranstalter verschuldete Mängel.
  • Für den nächsten Urlaub: Beanstanden Sie Reisemängel vor Ort. Dokumentieren Sie die Mängel, damit Sie Beweise haben - Fotos, Zeugen, Videos.

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