Urlaubs-Frust von

Darüber ärgern sich
Urlauber am häufigsten

Verlorenes Gepäck & Co.: Diese Dinge können einem den Urlaub ganz schön vermiesen

Wütender Hotelgast © Bild: iStockphoto.com

Gepäck, das erst Tage nach Ihnen am Reiseziel einlangt, eine unerwartet hohe Rechnung für den Mietwagen oder ein Flug, der Stunden auf sich warten lässt. Derlei Vorfälle können die Urlaubserholung schnell wieder zunichte machen. Dennoch sind sie leider keine Seltenheit. Über diese Dinge müssen sich Sommerurlauber laut ÖAMTC am häufigsten ärgern.

Seit Wochen schon freuen Sie sich auf den Urlaub. Der aber wird jäh unterbrochen. Ihre Gesundheit macht Ihnen einen Strich durch die Rechnung. Sie müssen verfrüht abreisen und anstatt der, sagen wir mal, geplanten sieben Tage schon nach dem dritten aus dem Hotel auschecken. Und als wäre die Enttäuschung nicht schon groß genug, weigert man sich im Hotel auch noch, Ihnen bei der Rückzahlung der verlorenen Tage entgegenzukommen.

Das steht Ihnen bei einer Flugverspätung zu

Wirklich ärgerlich! Und leider kein Einzelfall. Auch zum Haareraufen: Flüge, die sich um Stunden verspäten. Zahlreiche ÖAMTC-Mitglieder wandten sich heuer aus eben diesem Grund an den Club. "Kommt ein Flug beispielsweise mehr als drei Stunden verspätet am Ziel an, haben Passagiere Anspruch auf eine Ausgleichszahlung. Die Höhe hängt von der jeweils gebuchten Strecke ab und beträgt zwischen 250 und 600 Euro", erklärt ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner.

Apropos zu spät ankommen: Während Sie schon längst am Urlaubsziel eingetroffen sind, ist von Ihren Koffern weit und breit nichts zu sehen. So musste laut ÖAMTC beispielsweise eine Familie mit Kleinkind drei Tage lang in Sizilien ohne ihr Reise-Hab-und-Gut auskommen. Als das Gepäck dann endlich geliefert wurde, kam die nächste böse Überraschung. Die Koffer waren völlig demoliert. Immerhin bekamen die Betroffenen eine Ersatzzahlung.

Parkgebühr angeblich nicht bezahlt

Stellen Sie sich vor, Ihr letzter Kroatien-Urlaub liegt Jahre zurück. Und dann, plötzlich, flattert Ihnen eines Tages ein Brief ins Haus. Angeblich hätten Sie diverse Parkgebühren nicht bezahlt. Diese werden jetzt nachgefordert. Klingt abstrus, ist aber Realität, wie die ÖAMTC-Experten berichten. Was also tun? Einfach nicht reagieren? Keine allzu gute Idee. Besser: sich Rechtsberatung holen. Mit dieser können Sie die Geldforderung im Idealfall deutlich reduzieren.

Dann wäre da noch die Sache mit dem Mietwagen: Durch Hagel oder Sturm am Fahrzeug verursachte Schäden sind normalerweise durch die Kaskoversicherung gedeckt. Hat man keine Kasko abgeschlossen, wird es schwierig, wie ein aktueller Fall zeigt: Das Dach eines gemieteten Autos wurde im Urlaub durch einen umstürzenden Baum stark beschädigt. Der Schaden kann nur ersetzt werden, wenn die Gemeinde bei der Baumpflege säumig war. Das muss man aber erst mal beweisen.

Vermeintliche Beschädigung des Mietwagens

Es geht aber auch weniger spektakulär: Regelmäßig machen ÖAMTC-Mitglieder ihrem Ärger über nachträglich behauptete Schäden am gemieteten Fahrzeug Luft. Daher: Vor dem Ausleihen genau begutachten. Es schadet wohl auch nicht, das eine oder andere Foto zu schießen. Nur für den Fall der Fälle. Und wer auf Nummer sicher gehen will - Stichwort umgestürzter Baum -, der schließt für den Mietwagen eine Kasko ab.