Urheberrecht von

Streit um "Happy Birthday"

Nutzung des Geburtstagssongs eigentlich kostenpflichtig - US-Firma klagt dagegen

Geburtstag © Bild: Thinkstock

Eine US-Filmproduktionsfirma will mit juristischen Mitteln die gebührenfreie Nutzung des weltbekannten Geburtstagssongs "Happy Birthday to You" erstreiten. Das Unternehmen Good Morning to You Productions (GMTY) reichte eine Klage vor einem New Yorker Gericht ein, da das wohl populärste englischsprachige Lied ihrer Ansicht nach ein öffentliches Gut ist und keinen Urheberschutz genießen darf.

Die Firma dreht gerade einen Dokumentarfilm über den Song und musste dem Musikverlag Warner/Chappell nach eigenen Angaben 1500 Dollar (umgerechnet gut 1100 Euro) für die Verwendung des Stücks zahlen, um eine zehn Mal höhere 150.000-Dollar-Strafe zu vermeiden. Geht es nach GMTY, sollte die Regierung den Urheberschutz für das Lied aufheben und die Rückzahlung von "Million von Dollar an unrechtmäßig einkassierten Lizenzgebühren" anordnen. Jedes Jahr nehme Warner/Chappell so mindestens zwei Millionen Dollar ein, heißt es in der Klageschrift.

Keine Stellungnahme

Der Musikverlag wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern, muss einem GMTY-Anwalt zufolge aber binnen 30 Tagen auf die Klage reagieren. Nach Darstellung der verärgerten Produktionsfirma geht "Happy Birthday to You" auf einen Song namens "Good Morning to All" zurück, der 1893 von den Schwestern Mildred und Patty Hill komponiert wurde, bevor diese ihre Rechte später wieder verkauften. In seiner jetzigen Form wurde der Song 1924 von Robert Coleman herausgebracht, woraufhin eine Serie von Rechtsstreitigkeiten ausbrach.