Urban Ice von

Senkrecht übers Eis

Tolle Show im Zentrum von Bad Gastein lockte über 1.000 Zuschauer an die Wand

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    Spektakulär sieht die Eiswand im Zentrum von Bad Gastein aus.

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    Spektakulär auch, was die Athleten im K.o.-System zeigten.

Eigentlich gehört das Eisklettern zu einsamen Wasserfällen in entlegenen Schluchten, weitab der Zivilisation. Der Tourismusverband Bad Gastein (Salzburger Bezirk Pongau) hat diesen Natursport jetzt ins Zentrum des ehemals mondänen Kurortes geholt. Beim Bad Gasteiner "Urban Ice" haben 20 der besten lokalen Eiskletterer ihr Können zur Schau gestellt und damit knapp 1.000 Besucher angelockt und begeistert.

Eigentlich hätte das Eiskletterspektakel "Urban Ice" am jenem Wasserfall veranstaltet werden sollen, der von Natur aus mitten im Zentrum Bad Gasteins 30 Meter senkrecht herunter donnert. Aber vor zwei Wochen, als die Organisatoren über den Veranstaltungsort zu entscheiden hatten, sei das Eis im natürlichen Wasserfall nicht stabil genug gewesden, wie Veranstalter Bernhard Steinacher erläuterte. "Wir haben in Gastein eine fantastische Auswahl an steilen Felswänden zwischen historischen Hochhäusern. Daher war es keine Frage, dass wir uns für die sicherere Variante für Urban Ice entschieden haben".

Auch die Auswahl an versierten Eiskletterern ist groß im Pongau, 20 von ihnen haben sich gestern um die Ehre und einen Warengutschein in der Höhe 400 Euro gematcht. Dafür müssten die Männer mit ihren Pickel und Steigeisen eine 30 Meter hohe Eiswand hinauf, über spiegelglatte Platten und Steilstufen, riesige Eiszapfen und schließlich über eine überhängende Bretterwand bis zu einer Glocke. Geklettert wurde im Ko-System, abwechselnd auf zwei Linien, wobei die Gesamtzeit beider Läufe über das Weitkommen im Bewerb entschied.

Zentimeter entscheiden
Im Finale setzte sich schließlich der 26-jährige Georg Santner aus Werfen gegen Peter Neufang aus Bad Hofgastein durch - nur wenige Zentimeter auf dieser kraftraubenden senkrechten Eiswand entschieden über den Tagessieg. Dritter wurde Lokalmatador Josef Inhöger, der das kleine Finale gegen den Werfner Thomas Winter ebenso knapp gewann.