Unwetter in der Steiermark von

1,5 Mio Euro Soforthilfe

Unterstützung für Aufräumarbeiten in Steiermark. Lage entspannt sich nach und nach.

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    Feuerwehrmann vor einem entwurzelten Baum in Wartberg

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    Einsatzkräfte in Krieglach

Nach den verheerenden Unwettern in der Obersteiermark entspannt sich die Lage allmählich. "Das Schlimmste ist überstanden", so die Landeswarnzentrale Steiermark. Die Pegelhöchststände sollten erreicht sein, Entwarnung sei das aber keine. In Deutschfeistritz und Wildon trat die Mur über die Ufer, Brücken sowie Unterführungen in Graz und Umgebung mussten aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Die Pegel erreichten mehr als sechs Meter. Umweltminister Berlakovich sicherte 1,5 Millionen Euro an Soforthilfe aus Mitteln des Bundes für die Steiermark zu.

In Deutschfeistritz waren die ganze Nacht über die Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. In Göß stürzte am Samstag gegen 21.00 Uhr ein 51-jähriger Niederösterreicher mit seinem Pkw in den hochwasserführenden Göß-Bach, konnte sich aber selbst befreien. Während der Lenker mit dem Schrecken davonkam, konnte die Feuerwehr sein Fahrzeug vorerst nur sichern. Eine Bergung war nicht möglich. Im schwer von einer Mure getroffenen St. Lorenzen im Paltental blieb es die Nacht über ruhig. Am Sonntag starteten 181 Pioniere des Bundesheeres mit den Aufräumarbeiten.

Umleitungen in Graz
Im Grazer Stadtgebiet wirken sich gesperrte Brücken, wie etwa die Hauptbrücke, nicht nur auf den Individualverkehr, sondern auch auf den öffentlichen Verkehr aus. Laut Holding Graz muss der gesamte Ersatzverkehr für die Straßenbahnlinien 1, 3, 6 und 7, der im Sommer wegen Bauarbeiten mit Bussen geführt wird, über die Wielandgasse und die Radetzkybrücke ausweichen.

Leblose Person im Hochwasser?
In St. Lorenzen bei Knittelfeld hat ein Pkw-Lenker am Samstag bei der Fahrt über eine Brücke der Mur eine leblose Person im Hochwasser treiben sehen. Die umliegenden Freiwilligen Feuerwehren starteten sofort eine Suchaktion, diese musste jedoch am Abend ergebnislos abgebrochen werden. Nachdem keine Spur von der vom Passanten gesehenen Person zu finden war, hoffte man bei der Feuerwehr auf einen Fehlalarm. Zuletzt war ein 30-jähriger Obersteirer in Einach vermutlich von Wassermassen mitgerissen worden. Er ist bisher nicht aufgetaucht, nur seine Geldbörse wurde am Freitag im Wasser entdeckt. Theoretisch sei es möglich, dass es sich bei der Beobachtung des Passanten um die Leiche des Vermissten gehandelt hat, so die Einsatzkräfte.

160 Soldaten des Bundesheeres rückten unterdessen aus, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Umweltminister Berlakovich sicherte 1,5 Millionen Euro an Soforthilfe aus Mitteln des Bundes für die Steiermark zu.

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