Unwetter in Österreich von

Unwetter wüten weiter

Heftige Regenfälle und durch Blitzschläge ausgelöste Brände halten Feuerwehr auf Trab

Unwetter in Österreich - Unwetter wüten weiter © Bild: apa/Göriach

Die Windböen in Niederösterreich halten die Einsatzkräfte auf Trab.

Nach sintflutartigen Niederschlägen hat die Leitstelle Tirol am Mittwochabend 176 Feuerwehreinsätze gezählt. Die Schwerpunkte lagen in den Bezirken Innsbruck-Stadt, Innsbruck-Land, Schwaz und Kitzbühel. Meldungen über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Am stärksten entlud sich die Gewitterzelle zwischen Völs westlich von Innsbruck und dem Raum Schwaz.

Von Muren waren auch Verkehrswege betroffen. Unter anderem verlegte Geröll in Neustift im Stubaital einen Almweg, die Dörferstraße bei Absam oder eine Gemeindestraße in Jochberg südlich von Kitzbühel.

Brände in Kärnten
Durch Blitzschläge ist es in Kärnten am Mittwochabend zu mehreren kleineren Bränden gekommen, die alle laut Polizei von den lokalen Feuerwehren schnell gelöscht werden konnten. In St. Andrä (Bezirk Wolfsberg) war ein Einfamilienhaus betroffen, dessen Dachstuhl in Mitleidenschaft gezogen wurde. In Mölbling (Bezirk St. Veit) schlug ein Blitz in einen Bildstock ein. Auf der Olasacher Alm in Krems (Bezirk Spittal/Drau) erwischte es einen Baum.

Heftige Regenfälle in Niederösterreich
Heftige Regenfälle, begleitet von Hagel und starken Windböen, sind am Mittwochabend über Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) niedergegangen und haben mehrere Feuerwehreinsätze erfordert. Zwei Bäume waren auf eine Straße gestürzt und mussten mit Motorkettensägen zerteilt werden, um den Verkehrsweg wieder frei zu machen.

Weiters standen im Stadtgebiet einige Straßen teilweise unter Wasser, weil die Kanäle die Wassermengen nicht mehr fassen konnten. Durch den starken Druck wurde sogar ein Kanaldeckel aus der Verankerung gerissen. Nach Angaben der Feuerwehr Gloggnitz waren 30 Mitglieder mit sechs Fahrzeugen eingesetzt.

Nach sintflutartigen Niederschlägen hat auch die Leitstelle Tirol am Mittwochabend176 Feuerwehreinsätze gezählt. Die Schwerpunkte lagen in den Bezirken Innsbruck-Stadt, Innsbruck-Land, Schwaz und Kitzbühel.

Autos bleiben in Schlamm stecken
Auch in der Steiermark haben starke Regenfälle lokal zu Überschwemmungen von Straßen, Kellern und Tiefgaragen geführt. In der Gemeinde Schönberg-Lachtal (Bezirk Murau) blieben fünf Pkw im Geröll stecken und mussten von Feuerwehr bzw. privaten Helfern geborgen werden. Verletzt wurde niemand. Der aus den Ufern getretene Agersbach verschüttete die L514 Hocheggerstraße stellenweise bis zu einem Meter hoch mit Schlamm und Geröll. Mitglieder der Feuerwehr Oberwölz befreiten eine Pkw-Lenkerin, die mit ihrem Fahrzeug im Geschiebe stecken geblieben war. Weitere hängengebliebene Pkw wurden von Landwirten mit Traktoren aus dem Gefahrenbereich geschleppt.

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Kommentare

Endzeitstimmung Mittwochabend herrschte wirklich Endzeitstimmung in Tirol. War selber in Innsbruck unterwegs und wurde von den sintflutartigen Regengüssen und den endlosen Blitzen überrascht. In der Leitstelle Tirol hat sicher Ausnahmezustand geherrscht - mich würde ja mal interessieren, ob dort bei Ankündigung von solchen Unwettern mitarbeitermäßig aufgestockt wird, um alle Einsätze koordinieren zu können, oder ob solche Szenarien zum ganz normalen Alltag gehören...

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