Unwetter von

Hochwasser-Alarm in Österreich

Starkregen hinterlässt in Salzburg, Kärnten und der Steiermark Spur der Verwüstung

Überschwemmungen in Salzburg © Bild: APA/Freiwillige Feuerwehr Neukirchen

Starkregen hat im Raum Schladming zu lokalen Überschwemmungen und einer Hangrutschung geführt. Zwei Häuser mussten vorübergehend evakuiert werden, nachdem ein in Bewegung geratener Hang einen Starkstrommasten beschädigte. Auch im Bundesland Salzburg haben Unwetter teils große Schäden angerichtet. In Kärnten musste nach starken Regenfällen die touristisch genutzte Reißeckbahn vorerst eingestellt werden.

Der starke Niederschlag in der Steiermark hatte nach Informationen der Feuerwehr und der Stadtgemeinde eine Stützmauer im Bereich der Ramsauer Straße (L711) unterspült und eine Hangrutschung ausgelöst. Ein 220 KV-Hochspannungsmast wurde dabei geknickt. Zwei Wohnhäuser, die sich unterhalb der Gefahrenstelle befinden, wurden sicherheitshalber evakuiert. Zehn Personen wurden im Sporthotel Royer untergebracht, weitere vier Personen von Angehörigen versorgt.

Nach einer örtlichen Begehung hat der von Bürgermeister Jürgen Winter einberufene Krisenstab die Objekte in den Morgenstunden des Samstags wieder freigegeben. Die Landesstraße Schladming - Ramsau bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Es besteht eine örtliche Umleitung. Die Feuerwehren aus Ramsau/Dachstein und Schladming waren mit 50 Mann im Einsatz, wobei auch einige Keller ausgepumpt und ein Brand infolge Blitzschlags zu bekämpfen war. Außerdem musste ein Pkw, der von Hochwasser eingeschlossen worden war, geborgen werden.

Schäden durch Unwetter im Bundesland Salzburg

Im Bundesland Salzburg haben Unwetter teils große Schäden angerichtet. Betroffen war dieses Mal in erster Linie der Bezirk Pongau. Die Feuerwehren mussten mit 687 Helfern zu 96 Einsätzen ausrücken.

In Hüttau gab es gleich mehrere Murenabgänge. Bei einem wurden die Bewohner eines Hauses von Wasser und Schlamm eingeschlossen. Helfer der Feuerwehr und der Wasserrettung bargen die beiden Kinder, deren Mutter und die Großmutter durch das knapp einen Meter hohe und teilweise reißende Wasser, sagte Markus Gewolf von der Wasserrettung. Die Familie - der Vater befand sich gerade selbst im Feuerwehr-Einsatz - wurde unverletzt dem Roten Kreuz übergeben, das sich um ein Ersatzquartier bemühte.

© APA/Freiwillige Feuerwehr Neukirchen Hochwasser in Neukirchen am Großvenediger

Pinzgau: Blitz setzt Dachstuhl in Brand

In Taxenbach (Pinzgau) schlug ein Blitz in ein Haus ein und setzte einen Teil des Dachstuhles in Brand. Zwei Urlauber aus Deutschland wurden leicht verletzt. Die beiden wurden mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Schwarzach gebracht. 70 Feuerwehrleute löschten den Brand. In Eben im Pongau stürzte auf der Katschberg Bundesstraße eine Fichte auf ein Auto. Die Lenkerin und deren Beifahrerin blieben zum Glück unverletzt. Bis der Baum entfernt war, wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet. Gesperrt werden musste in Eben bis gegen Mitternacht auch die Tauernautobahn, nachdem eine Mure abgegangen war.

Von Muren oder Wasser blockiert waren außerdem die Ennstal Bundesstraße zwischen Radstadt und Mandling, die Katschberg Bundesstraße zwischen Untertauern und Obertauern, die Großarler Straße in Großarl, die Wagrainer Bundesstraße, die Hochkönig Bundesstraße in Leogang und die Pinzgauer Bundesstraße im Gemeindegebiet von Goldegg. In St. Veit verschüttete eine Mure eine Gemeindestraße.

Kärntner Reißeckbahn nach Regenfällen außer Betrieb

Starke Regenfälle haben in der Nacht auf Samstag die touristisch genutzte Reißeckbahn in Kärnten schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Betrieb wurde laut einer Aussendung des Betreibers Verbund vorerst eingestellt. Das Wasser hat den Gleiskörper an mehreren Stellen unterspült. "Die Sicherheit der Wasserkraftanlagen war und ist jederzeit in vollem Umfang gewährleistet", hieß es.

Mit der heute nur mehr touristisch genutzten Reißeckbahn gelangen Besucher - vorwiegend Wanderer und andere Freizeitsportler - zu den Staumauern am Seenplateau oberhalb der Gemeinde Reißeck im Bezirk Spittal. Rund 60.000 Gäste jährlich nutzen das Angebot.

Kommentare

Das darf nicht wahr sein!!!
JEDER Häuselbauer muss einen staatlichen Sachverständigen bei der Bauverhandlung bezahlen. Diese Experten wissen nicht wie man hochwassersicher baut???

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