Unwetter von

Mann von Ast getötet

NÖ: Dramatische Szenen bei Mittelalterfest - Äste stürzten auf Zelte und Besucher

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    Unwetterfront mit Regen und vor allem heftigem Sturm

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    Sturmboen richten wieder Schäden an.

Die schweren Unglück bei einem Mittelalterfest in Pöchlarn (Bezirk Melk) aus. Herabstürzende Äste verletzten einen 51-jährigen Mann derart schwer, dass er seinen Verletzungen im Landesklinikum St. Pölten erlegen ist. Zudem gab es durch die Unwetter Schäden in Salzburg, Tirol und Oberösterreich.

Orkanartige Böen im Zuge eines aufziehenden Unwetters hatten Äste eines alten Ahornbaumes im Schlosspark von Pöchlarn abgerissen, die auf Zelte stürzten und Menschen unter sich begruben. Die Personen mussten von der Feuerwehr mit Hilfe von Motorsägen befreit werden. 13 Personen wurden verletzt, fünf davon schwer. Der Park wurde über Weisung der Staatsanwaltschaft vorläufig gesperrt.

Felssturz in Salzburg
In Salzburg wurde die B 166 mit Felsbrocken, Geröll und Bäumen an mehreren Stellen zwischen Abtenau und Annaberg (Bezirk Hallein) komplett verschüttet. Die Aufräumungsarbeiten nach dem "massiven Felssturz" vor allem im Bereich der Strubklamm werden laut Sicherheitsdirektion noch bis in den Montag hinein dauern. Die Pass Gschütt Straße bleibt bis dahin komplett gesperrt. Laut Verkehrsfunk ist nur ein großräumiges Umfahren etwa über die Tauernautobahn (A10) möglich.

Brennerstraße gesperrt
Die zum Teil heftigen Gewitter sorgten auch in Tirol für Schäden. Mehrere kleinere Murenabgänge und umgestürzte Bäume verursachten Behinderungen. Laut Polizei musste etwa die Brennerstraße (B182) wegen Vermurungen gesperrt werden. In Fulpmes im Stubaital (Bezirk Innsbruck-Land) wurde in einem Freizeitpark durch einen Blitzschlag zwei parkende Autos und der Hochseilgarten schwer beschädigt.

Überflutungen in Oberösterreich
In Oberösterreich blockierten umgestürzte Bäume Straßen, der Starkregen sorgte für überflutete Keller, immer wieder kam es zu Bränden durch Blitzeinschläge. Insgesamt mussten die Feuerwehren über 550 Mal ausrücken. In Pucking (Bezirk Linz-Land) wurde laut Radio ein Landwirt durch eine Windböe verletzt. Der Mann wurde von einem Garagentor getroffen.

Gondelseil am Kreischberg entgleist
Schwere Unwetter haben im Bezirk Murau schwere Schäden verursacht. Am Kreischberg stürzte ein Baum auf die Gondelbahnanlage und brachte ein Seil zum Entgleisen. Rund 50 Fahrgäste mussten in den Gondeln ausharren, bis mittels Notantrieb bzw. Seil die Bergung erfolgen konnte. Verletzt wurde niemand, wie es vom Bahnbetreiber hieß.

Laut Kreischbergbahn musste man rund eine Stunde zuwarten, bis man mit der Bergung beginnen konnte, zu heftig war das Unwetter. Ein umgestürzter Baum hatte ein Seil aus der Führung springen lassen, die Bahn wurde mittels Notstopp angehalten. Gegen 14.00 Uhr konnte mit der Bergung begonnen werden, ein Teil der Gondeln sollte per Notantrieb in die Bergstation gebracht werden, aus einem anderen Teil sollten die Passagiere mittels Seilbergung durch Einsatzkräfte der Kreischbergbahn und Bergretter geborgen werden.

Das Unwetter, das von Starkregen und Hagel begleitet war, führte zu Murenabgänge und Überflutungen. Murauer Straße (B 97) und Mutrtalstraße (B 96) sowie der L502 mussten gesperrt werden. Zahlreiche Keller wurden überschwemmt.

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