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Unwetter in Venedig - Schäden in der Markusbasilika

Wasser beschädigte Mosaiken - "Kirche um 20 Jahre gealtert"

Das Hochwasser in Venedig hat der weltberühmten Markusbasilika Schäden zugefügt. Einige Dutzend Quadratmeter des antiken Mosaik-Fußbodens in Marmor wurden von Salzwasser überschwemmt. Wasser drang auch in das Baptisterium und in die Kapelle Zen ein, in der sich Bildzyklen oder Einzelszenen aus der Legende des Heiligen Markus befinden.

Das Wasser erreichte auch die byzantinischen Bronzetore und die Säulen, teilten die Behörden in Venetien mit. "In 24 Stunden ist die Markusbasilika um 20 Jahre gealtert", betonte Carlo Alberto Tesserin, der für die Basilika zuständig ist. Im neuen Jahrtausend wurde die Basilika zum zweiten Mal überschwemmt. Die Überschwemmung vom Montag war die fünfte in der tausendjährigen Geschichte der Basilika.

Seit Mai sind Arbeiten für ein System zum Schutz des Markusplatzes im Gange. Damit sollen die Überschwemmungen drastisch reduziert werden, die jährlich das Fundament der Markusbasilika gefährden. Die Kanalisation rund um den Markusplatz soll geschlossen und der Platz mit einem hydraulischen System trockengelegt werden. Ziel sei in erster Linie der Schutz des Mosaikbodens der Markusbasilika. Der Eingang des im Jahr 1063 errichteten Wahrzeichens von Venedig ist der tiefste Punkt des gesamten Stadtkerns. Bisherige Pläne zum Schutz des Markusplatzes wurden nie konkretisiert.

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