Unwetter von

Steirische Bergretter und Polizei bargen Kletterer

Rettung während eines Gewittersturms

Vier Iren und ein Wiener am Kaiserschild in Bergnot geraten.

Bergretter und Alpinpolizisten haben am Donnerstag in der Obersteiermark eine erschöpfte Seilschaft aus vier Iren und einem Wiener am Kaiserschild (2.085 Meter Seehöhe) gerettet. Dies teilte die Polizei am Freitag mit. Die Männer hatten den Klettersteig unterschätzt. Zu allem Unglück brach während der Rettung auch noch ein Gewittersturm über die Gruppe herein.

Die fünf Freunde - vier Iren im Alter von 55, 52, 64 und 56 Jahren sowie ein 73-jähriger Wiener - waren gegen 11.30 Uhr im Klettersteig der Schwierigkeitsstufe D/E (sehr schwierig) am Kaiserschild bei Eisenerz (Bezirk Leoben) eingestiegen. Nach rund einem Drittel des Klettersteigs waren vier der Männer bereits derart erschöpft, dass weder ein weiterer Aufstieg noch ein Abstieg möglich schienen. Daraufhin verständigten sie gegen 15.40 Uhr via Mobiltelefon die Landeswarnzentrale.

Ein Polizeihubschrauber lokalisierte die Alpinisten, eine Taubergung schien angesichts des Geländes nicht möglich, woraufhin Angehörige der Bergrettung Eisenerz aufstiegen. Die fünf Männer wurden unter schwersten Bedingungen - es hatten in der ganzen westlichen Obersteiermark Gewitter mit Starkregen, Hagel und Windböen eingesetzt - in mehreren Abseilvorgängen unverletzt gerettet. Auch Polizisten der Alpinpolizei Hochsteiermark sowie der Polizeiinspektion Vordernberg standen im Einsatz.

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