Unternehmen mit dickem Minus: Letztes
Jahr 233 Mio. Steuerschulden fabriziert

Seit 2000 stiegen jährliche Schulden um 44,4 % Umsatzsteuer macht dabei den Löwenanteil aus

Die österreichischen Unternehmen haben 2006 Steuerschulden in der Höhe von mehr als 233 Millionen Euro angehäuft. Mit den Ausständen in den Jahren davor summierte sich der gesamte Rückstand damit zum Stichtag 31. Dezember 2006 auf 1,45 Milliarden Euro. Das geht aus der Beantwortung einer Anfrage des SP-Abgeordneten Johann Maier durch das Finanzministerium hervor.

Damit machten die Unternehmen gegenüber dem Jahr davor wieder mehr Schulden, seit 2000 stiegen die jährlichen Steuerschulden um 44,4 Prozent. Diesen Zahlen zu Grunde liegen die so genannten "Rückstandsausweise" der Finanzämter, eine Art Mahnung für Unternehmen, die zum Stichtag Ende des Vorjahres einer bestehenden Zahlungspflicht für Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer oder Lohnsteuer nicht nachgekommen waren. Laufende Verfahren oder Steuerausfälle durch Insolvenzen finden bei dieser Aufstellung keine Berücksichtigung.

Die Unternehmen schuldeten mit Jahresende dem Finanzminister um 46,3 Millionen Euro mehr als noch 2005 (187,4 Mio.). Damit setzte sich die positive Entwicklung des letzten Jahres, als erstmals seit zumindest fünf Jahren die Jahresschulden der Unternehmen entgegen dem Trend sanken, nicht fort. Mit 233,7 Millionen im Jahr 2006 stiegen somit die jährlichen Steuerschulden der Unternehmen seit dem Jahr 2000 um 44,4 Prozent.

Den Löwenanteil der Schulden machte mit über 122 Millionen die Umsatzsteuer aus. An Einkommenssteuer schuldeten die Unternehmen zum Jahresende dem Finanzminister 70,5 Millionen, die Ausstände bei Körperschafts- und Lohnsteuer betrugen 19,5 bzw. 21,3 Millionen Euro.

(apa/red)