"Unterbezahlt & unversichert": ÖH-Kritik an Rückerstattungs-Modell zu Studiengebühren

Trotz Aufsichtspflicht "keine rechtliche Absicherung" Grüne: Van der Bellen ortet "Frotzelei der Studenten"

"Unterbezahlt & unversichert": ÖH-Kritik an Rückerstattungs-Modell zu Studiengebühren

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) warnt Studenten vor der Inanspruchnahme des von Wissenschaftsminister Johannes Hahn vorgestellten neuen Modells für die Rückerstattung von Studiengebühren. "Es ist unterbezahlt, unversichert, und beim Tutoring haben Studierende Aufsichtspflicht ohne die notwendige rechtliche Absicherung", so Barbara Blaha und Lina Spielbauer vom ÖH-Vorsitzteam in einer Aussendung.

Nach Ansicht der Studentenvertreter ist das Modell "zum Scheitern verurteilt". Statt für dieses "Verwaltungsmonster" sollte Hahn das Geld für eine echte Ausweitung der Stipendien verwenden. "Für zehn Millionen Euro könnten rund 30.000 Studierende die Studiengebühren rückerstattet bekommen", bezieht sich die ÖH-Spitze auf Angaben von SP-Wissenschaftssprecher Josef Broukal über die budgetäre Ausstattung des Projekts. Hahn selbst hatte keine Angaben über das Budget gemacht, weil es erst ab dem Jahr 2009 finanziell schlagend werde.

Für den Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, ist das von Hahn vorgeschlagene Refundierungsmodell "eine Frotzelei der Studierenden". Gerade für jene, die ihr Studium selbst finanzieren müssten, seien sechs Euro Stundenlohn "ein schlechter Scherz". Bei jedem Studentenjob würde man mehr verdienen. Kritik übte Van der Bellen in einer Aussendung auch an der verhalten zustimmenden Reaktion der SPÖ. Diese "soll ihr Wahlversprechen einhalten und die Studiengebühren abschaffen." (apa/red)