Unsere Tennis-Damen am Weg nach oben:
Aufwärtstrend noch lange nicht vorüber?

Fed Cup-Chef Tesar traut Bammer & Co noch viel zu Leistungssteigerung auch bei Paszek und Meusburger

Unsere Tennis-Damen am Weg nach oben:
Aufwärtstrend noch lange nicht vorüber?

Einen Monat vor dem Fed-Cup-Duell in Dornbirn mit Australien hat sich Österreichs Team aus der Außenseiter-Rolle gespielt. Mit Sybille Bammer, Tamira Paszek und Yvonne Meusburger nimmt der Stamm der ÖTV-Equipe neue persönliche Höchststände ein. Gut möglich, dass Fed-Cup-Kapitän Alfred Tesar am 21./22. April gegen die "Aussies" aus drei Top-100-Spielerinnen auswählen kann.

Tesar ist von der Entwicklung angetan, wird neben dem genannten Trio eine der beiden weiteren jungen Hoffnungsträgerinnen nominieren. "Das wird Nikola Hofmannova oder Melanie Klaffner sein." Die jüngsten Ergebnisse würden für Orange-Bowl-Gewinnerin Hofmannova sprechen, im internationalen Jugend-Ranking ist sie seit einem Turniersieg am vergangenen Wochenende in Bangkok bereits einstellig.

Für die Australien-Partie würde die Burgenländerin aber natürlich noch nicht erste Wahl sein, dafür sind die "Großen Drei" derzeit zu gut. "Vor allem Sybilles Entwicklung ist toll", streute Tesar Indian-Wells-Halbfinalistin Bammer Blumen. "Sie besticht durch Zielstrebigkeit und Konsequenz." Der Coach traut der 26-Jährigen von Position 30 aus noch heuer eine weitere Steigerung zu. "Sie kann ihr Spiel weiter entwickeln."

Paszek bald so stark wie Bammer
Die neue Top-100-Spielerin Paszek sieht Tesar relativ gesehen bereits in den Top 30, wie es Bammer bereits ist. "Tamira hat ja nur acht Ergebnisse im Computer und ist 100.", erklärte der Wiener. "Das entspricht über das Jahr einer Top-30-Platzierung." Tesar schätzt an Paszek deren Riesen-Potenzial und Wettkampfstärke, rechnet nach ihrer ersten Tier-I-Qualifikation in Miami für 2007 noch mit einem Sprung nach oben. "Die Top 50 sind noch drinnen."

Hat die 16-Jährige als weltweit Beste des Jahrgangs 1990 äußerst früh die Top 100 erreicht, wartet Meusburger als 110. noch darauf. Tesar: "Für mich ist Yvonne aber schon so gut wie drinnen, da reicht schon ein Sieg bei einem Grand Slam." Als zu verbesserndes Manko bei "Meuse" sieht der 58-Jährige das Service an. "Aber vom Talent her ist sie gleich mit Sybille, vom Bewegungstalent vielleicht sogar weiter. Es hängt vom Willen ab."

Und der ist bei allen Dreien ohne Einschränkung gegeben. Bammer wie Paszek und Meusburger drehten jüngst einige Partien nach Rückständen noch um. Tesar: "Sie sind alle ausgezeichnete Kämpfer-Typen." Die Ausgangslage gegen Australien sieht er auch daher als ausgeglichen an. "Unsere Chancen sind gestiegen. Nur das Doppel gegen Stosur/Stubbs werden wir kaum gewinnen."

(apa/red)