Unsere schlimmsten CO2-Sünden: Verkehr ist Österreichs größtes Klimaschutzproblem

VCÖ: CO2-Emissionen steigen erstmals seit 2007 Energie und Landwirtschaft als weitere Problemkinder

Unsere schlimmsten CO2-Sünden: Verkehr ist Österreichs größtes Klimaschutzproblem © Bild: APA/DPA/Perrey

Österreich ist innerhalb der EU am weitesten vom Erreichen der Klimaschutzziele entfernt, wie die Europäische Umweltagentur "Global 2000" berichtete. EU-weit sind die Emissionen gegenüber 1990 um 17,3 Prozent gesunken. Damit reicht man schon heute nahe an das Ziel heran, 20 Prozent des CO2-Ausstoßes bis 2020 zu reduzieren. "Nur drei Länder in der Union erfüllen ihre Kyoto-Ziele nicht. Die rote Klimalaterne geht eindeutig an Österreich", kritisierte Global 2000-Klimaschutzsprecher Johannes Wahlmüller. Doch was sind unsere größten Klimasünden?

Österreichs größtes Klimaschutzproblem ist der Verkehr. Im ersten Halbjahr 2010 wurde hier deutlich mehr CO2 produziert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) sind damit die Treibhausgas-Emissionen erstmals seit 2007 wieder gestiegen. Das könnte verhindert werden, ist sich Franz Fischler, Präsident des Ökosozialen Forums, sicher: "Wir müssen den Menschen am Lande sinnvolle Alternativen bieten, wenn sie ihr Auto in der Garage stehen lassen und damit mithelfen sollen, eines der dringendsten Klimaschutzprobleme Österreichs zu lösen." Bahn und Bus müssten je nach Siedlungsdichte auf einen Stunden- und Halbstundentakt ausgebaut oder alternative Modelle wie Rufbusse oder Sammeltaxis angeboten werden, betont Fischler.

Mehr Gelder für thermische Sanierung
Auch im Bereich Wohnen und Energie gilt es noch einiges zu verbessern. Ein Schritt in die richtige Richtung sehen Klimaschützer in der Förderung der thermischen Gebäude-Sanierung. Ab 2011 werden wieder 100 Millionen Euro in die Dämmung und thermische Verbesserung von Wohn- und Betriebsgebäuden fließen. "Damit schaffen wir in Verbindung mit unseren neuen Förderungen für Öko-Innovationen zusätzliche Green Jobs", zeigt sich Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner zufrieden.

Bio, regional und fair einkaufen
Klimasünden werden auch in der Landwirtschaft begangen. Vor allem der wachsender Einsatz von Düngemittel und Pestiziden wird von Klimaschützern scharf kritisiert. Hier lauten die Stichworte für einen besseren Klimaschutz: Bio, regional und fair einkaufen. "Mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln sind auch eine gepflegte Landschaft und eine intakte Umwelt verbunden. Die kurzen Transportwege sorgen für mehr Frische und Qualität, sie sind auch besser für den Klimaschutz", sagte Umweltminister Nikolaus Berlakovich anlässlich der Fortsetzung der bereits im Vorjahr erfolgreich angelaufenen Schulobst-Aktionen.

Recycling ist angesagt
Ebenfalls ein wichtiger Punkt in Sachen Klimaschutz ist die Abfallwirtschaft. Hier hat sich in Österreich in den letzten Jahren vieles verändert und das zum Positiven. "Die Bilanz von 20 Jahren Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) zeigt, dass wir bereits große Erfolge bei Recycling und Energienutzung verzeichnen können", versicherte Berlakovich. "Ein Drittel der heimischen Abfälle wird zur Energiegewinnung genutzt und die Deponie für unbehandelte Siedlungsabfälle ist Geschichte. Somit konnten wir auch die CO2-Emissionen aus heimischen Altablagerungen um 80 Prozent reduzieren", so der Umweltminister weiter. Ein stark steigendes Abfallaufkommen und zunehmende Entsorgungsprobleme (Deponienotstand) prägten bei Inkrafttreten des AWG im Jahr 1990 die heimische Situation. Im Jahr 2008 lagen die Treibhausgasemissionen aus dem gesamten Sektor Abfallwirtschaft in Österreich bei zwei Millionen Tonnen C02-Äquivalent. Das sind nur mehr 2,3 Prozent der Gesamtemissionen. Im Vergleich zum Bezugsjahr 1990 ist das schon jetzt ein Minus von 43,6 Prozent. Das insgesamt vorgegebene Reduktionsziel liegt im Vergleich dazu bei nur 13 Prozent.

(apa/red)

Kommentare

Klimasünder Kann mir irgendjemand hier im NEWS erkläre, warum bei einem Artikel über die "größten Umweltsünder und Klimakiller" das Foto eines Auto-Auspuffs eingebaut sein muß?
Mittlerweile weiß schon jedes Kind in der Volksschule - sogar die Grünen habens teilweise schon kapiert - dass nicht das Auto, sondern die Industrie und der Hausbrand wesentlich schädlicher sind, als die Autoabgase! Aber ein Auto muß in den Titel!
Die Umwelztzonen in den deutschen Städten und dort, wo diese eingefürt sind haben absolut 0,0 % gebracht!
Vielleicht geht das auch endlich in die Hirene der Medien rein!

verkehr als klimasünder, da muß man lachen. in der heutigen zeit wird doch mit partikelfilter, katalisatoren bei diesel und benzinmotoren gearbeitet. man bekommt vorgeschwärmt welch niedriege rußpartikel ein dieselfahrzeug mit kat bzw abgasreinigung hat, ja ist das alles lüge? kostet schweine geld, dann steigen die emmisionswerte? könnte es sein, daß man wieder dem atofahrer was ans zeug flicken will?

derpradler
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üble Abzocke, durch Angstmacherei des IPCC! Damit läßt sich viel Geld machen! Man gibt den Menschen die Schuld für etwas und bietet dann teure Lösungen an.
Obwohl die Erde sich seit 1980, dem Ende einer kleinen Eiszeit, kontinuierlich erwärmt und der Mensch nichts aber auch schon nichts zu einer Klimaveränderung beitragen kann ,bescheißt man zum Zwecke der Abzocke die Erdenbürger.

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Re: üble Abzocke, durch Angstmacherei des IPCC! Dem ist NICHTS hinzuzufügen!

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Re: üble Abzocke, durch Angstmacherei des IPCC! Das war jetzt hoffentlich ein Witz und nicht Ihr Ernst, oder?

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