Unser neuer Tennis-Star? Karriere von Paszek immer weniger Zufall überlassen!

Star-Coach Passos soll Spiel in neue Liga führen Vater Ariff Mohamed hat noch alle Fäden in der Hand

Unser neuer Tennis-Star? Karriere von Paszek immer weniger Zufall überlassen!

Tamira Paszek ist dieser Tage ein bisschen mehr so Mädchen wie man sich eine 15-Jährige vorstellt. So kam etwa am vergangenen Wochenende ganz unkompliziert eine Freundin zum gemeinsamen Mathematik-Lernen vorbei. Im Hintergrund ist das Leben Paszeks aber immer stärker auf den Tennis-Erfolg hingetrimmt, das Netz der dafür notwendigen Komponenten wird von Vater Ariff Mohamed mehr und mehr zusammengeschnürt.

Herr Papa ist immer und überall an der Seite seiner Tochter: "Es gibt kein Turnier Tamiras, bei dem ich nicht dabei bin." Und ist er einmal nicht daheim, ist ein Telefon-Interview mit Tamira erst dann wieder möglich, wenn er zurück ist." Gerne ergreift er dann selbst das Wort und erzählt über die Bausteine, die den Karriere-Weg der jungen Fed-Cupperin derzeit pflastern.

Einer dieser Bausteine kam erst im März definitiv ins Spiel und trägt den Namen Larri Passos. Der brasilianische Ex-Coach des dreifachen French-Open-Siegers Gustavo Kuerten hat sich nicht nur von Tamira Paszeks spielerischen Qualitäten überzeugt. "Er war auch von ihrem Ehrgeiz und ihrer Willenskraft angetan", merkt Ariff Mohamed an, dessen Hauptaugenmerk nun noch mehr dem Management gilt.

Mutter Francoise Paszek ist da auch kräftig involviert. Mohamed: "Ich mache dann die Kleinigkeiten, die so anfallen. Manager brauche ich derzeit keinen dafür." Solche Kleinigkeiten sind zum Beispiel das Aushandeln von Verträgen wie es sie mit Red Bull, Head oder Telering gibt. Der Ausrüster-Kontrakt mit Nike wird nicht verlängert. "Wir prüfen derzeit die Möglichkeiten", erzählt der Manager-Vater über die Suche nach einem Ersatz.

Von elementarer Bedeutung könnte aber das Engagement von Passos sein, er soll die Vorarlbergerin in höhere Tennis-Ebenen führen. Mohamed: "Er wird mal herkommen, mal wird sie bei ihm in Brasilien trainieren. Das nächste Mal vielleicht nach den French Open." Paszek soll heuer alle vier Juniorinnen-Bewerbe der Grand-Slam-Turniere bestreiten, das eine oder andere WTA-Turnier wird da noch dazukommen.

Genaues über die sportlichen Pläne mit seiner Tochter kann Mohamed nicht sagen. "Die Zeit wird es weisen", ist sein Lieblingsspruch. "Es muss alles Schritt für Schritt vorangehen. Es gibt keinen Grund, zu übereilen oder zu überhasten. Man sollte sich Zeit nehmen." Er hat mit seiner Tochter den langwierigen, aber geraden Weg ausgesucht. Nur bei der Frage nach dem Ziel hat er die einfachste Antwort parat: "Gewinnen, immer nur gewinnen."

Beim Einladungs-Event Ende März in Miami war Passos erstmals bei einem Turnier an Paszeks Seite. In der nächsten Woche bestreitet die Jugendliche in Monaco ein ITF-Turnier, ehe es am Ostermontag mit der ÖTV-Equipe zum Erstrunden-Duell in der Weltgruppe I mit Spanien nach Rocafort bei Valencia geht. Da hat Paszek recht gute Chancen auf einen Einzel-Einsatz und auch für das Doppel ist sie eine Variante. (apa/red)