Unruhen im Irak fordern weitere Leben:
Aufständische töteten fünf US-Soldaten

Acht Personen bei Raketenexplosion gestorgen Angst vor Verschlechterung der Sicherheitslage

Aufständische haben im Irak fünf US-amerikanische Soldaten getötet. Das US-Militärkommando meldete, drei Soldaten seien durch die Explosion eines Sprengsatzes im Nordwesten von Bagdad ums Leben gekommen. Zwei weitere Soldaten seien tags davor in der Provinz Diala erschossen worden.

Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak berichtete, acht irakische Soldaten, Polizisten und Sprengstoffexperten seien im Osten von Bagdad gestorben, als ihnen der Versuch, acht Raketen zu entschärfen, misslungen sei. Nach Angaben der Agentur wurden 42 weitere Menschen verletzt, als die Raketen in der Region Al-Obeidi auf einem Lastwagen explodierten.

Die Sicherheitslage in Bagdad hatte sich in den vergangenen Monaten erheblich verbessert, doch gehen Experten davon aus, dass sie sich nach dem geplanten Abzug der vor einem Jahr zusätzlich entsandten US-Soldaten wieder verschlechtern wird.

Australien wird zur Jahresmitte seine Truppen aus dem Südirak abziehen. Die 550 in den Provinzen Muthanna und Dhikar stationierten Soldaten hätten ihren Auftrag erfüllt und würden Mitte 2008 abgezogen, sagte Armeechef General Angus Houston vor einem Ausschuss des Parlaments in Canberra. Die Übergabe der Verantwortung an die irakischen Sicherheitskräfte sei "erfolgreich" gewesen.

Premierminister Kevin Rudd hatte Ende 2007 sein Vorhaben bekräftigt, die 550 Soldaten bis Juni abzuziehen. 110 Soldaten sollen in der Hauptstadt Bagdad weiter für die Sicherung der australischen Botschaft sorgen. Rudds Amtsvorgänger John Howard wollte nicht dem Beispiel Großbritanniens folgen und die Truppen im Irak reduzieren. Australien war zusammen mit Großbritannien der engste Verbündete der USA im Irak-Krieg. (apa/red)