Unizugang bleibt bei 6 Fächern beschränkt:
Pharmazie und Biologie aber weiter offen

SPÖ und ÖVP erzielten Einigung vor dem Ministerrat Ausnahme für offenen Zugang: Zu viele Bewerber

Unizugang bleibt bei 6 Fächern beschränkt:
Pharmazie und Biologie aber weiter offen

SPÖ und ÖVP haben sich vor dem Ministerrat auf eine Neuregelung der Uni-Zugangsbeschränkungen geeinigt. Demnach soll es für die sechs Fächer Human- und Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Psychologie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowie Betriebswirtschaftslehre weiterhin Beschränkungen geben. Geöffnet werden die Fächer Pharmazie und Biologie. Das gaben Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) und SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal bekannt.

Für die in Deutschland mit dem Numerus clausus belegten Fächer Pharmazie und Biologie gibt es eine Verordnungsermächtigung: Im Falle eines "übergroßen Zustromes" kann Hahn ab dem kommenden Sommersemester in diesen beiden Fächern ebenfalls Beschränkungen erlassen. Broukal zeigte sich mit dem Kompromiss zufrieden. Er sei froh, dass die SPÖ erreicht habe, dass nicht alle Zugangsbeschränkungen verlängert worden seien. Einverstanden ist Broukal damit, dass der "Minister die Notbremse ziehen kann".

Schulorganisationsgesetz involviert?
Gerüchte, dass die nun vorliegende Lösung durch einen Kompromiss betreffend des Schulorganisationsgesetzes zustande gekommen wäre, wies Hahn zurück. Hier bestehe kein Zusammenhang, weil erst morgen Gespräche dazu beginnen würden. Broukal bestätigte dies, meinte aber, manche Dinge würden sich ja im Stundentakt ändern. (APA/red)