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Run auf heimische Medizin-Unis

11.500 Anmeldungen für 1.500 Plätze. Fast die Hälfte kommt aus Deutschland

Universität - Run auf heimische Medizin-Unis © Bild: APA/Pfarrhofer

Für rund 11.500 Bewerber, die im Herbst in Österreich ein Medizinstudium beginnen wollen, geht es sprichwörtlich um die Wurst: Nur wer bei den zeitgleich abgehaltenen Aufnahmetests der Medizin-Unis Wien, Graz und Innsbruck unter den Besten landet, kann sich einen der rund 1.500 Studienplätze für Human- oder Zahnmedizin sichern.

Im Schnitt hat also nur jeder achte eine Chance, wobei fast die Hälfte der Bewerber aus Deutschland stammt. Allerdings sind 75 Prozent der Plätze für Österreicher reserviert, 20 Prozent für EU-Bürger und fünf Prozent für Interessenten aus Drittstaaten.

Die größte Zahl an Bewerbern gibt es in Wien: Beim Test in der Messe Wien gehen ab 9.00 Uhr früh rund 5.600 Bewerber für 740 Studienplätze ins Rennen. Am Messegelände Innsbruck versuchen zur selben Zeit rund 3.000 Bewerber ihr Glück, hier geht es um 430 Plätze. In der Messe Graz stehen 360 Plätze zur Verfügung, rund 2.900 Bewerber sind angemeldet.

90 Euro Prüfungsbeitrag
Erstmals mussten Studieninteressenten in diesem Jahr einen "Prüfungsbeitrag" von jeweils 90 Euro bezahlen, da in der Vergangenheit ein Teil der Angemeldeten nicht zum Test erschienen war. In Wien und Innsbruck wird das Geld "zur Abdeckung der durch das Zulassungsverfahren verursachten Aufwände" genutzt, in Graz gilt es hingegen als "Kaution" und wird nach Prüfungsantritt rückerstattet.

Auch wenn alle drei Medizin-Unis ihre Test zur gleichen Zeit abwickeln, werden dabei unterschiedliche Verfahren genutzt. Geht es in der Medizin schon an die Auswahl, hat für die ebenfalls zugangsbeschränkten Studien Psychologie und Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien am Montag erst die Anmeldefrist für die Zulassungsverfahren begonnen. Bis 5. August müssen Interessenten die neue Voranmeldung vorgenommen und sich inskribiert haben.