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Uni-Budget: NEOS wollen "Elite Unis für alle"

Strolz und Gamon fordern bedarfsorientierte Studienplatzfinanzierung

Akademiker © Bild: thinkstock.de/Ryan McVay

Die NEOS drängen auf eine Reform der Hochschulfinanzierung. Die Investitionen seien weit zu gering, kritisierten Klubobmann Matthias Strolz und Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon am Dienstag in einer Pressekonferenz. Sie fordern "Elite-Unis für alle" und wollen Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in einer Aktuellen Stunde im kommenden Nationalrats-Plenum damit konfrontieren.

Einen "ziemlichen Saustall" ortet Strolz im derzeitigen Hochschulsystem, die Organisation sei willkürlich, Studenten würden weiterhin am Boden sitzen. Und: "Wir haben keine gute soziale Durchlässigkeit." Um jedem, der dies anstrebt, eine Elite-Uni anzubieten, müsste auch das System reformiert werden, fordern die NEOS daher. "Wir müssen die Rahmenbedingungen so stricken, dass man sich entfalten kann", findet Strolz.

Auch Gamon findet das Hochschulsystem "weiterhin strukturell unterfinanziert", weswegen sie sich für eine bedarfsorientierte Studienplatzfinanzierung ausspricht. Die Hochschulen sollen selbst entscheiden können, wie viele Studenten sie in den einzelnen Fächern betreuen können. Damit wären zwar Zugangsbeschränkungen die Folge, aber "es steigert die Chancen für alle Studierenden", findet die NEOS-Wissenschaftssprecherin.

Auch eine deutliche Aufstockung der Stipendien fordern die NEOS. Zudem schlägt Gamon die Einführung sogenannter nachgelagerter Studiengebühren vor - "als Commitment der Studierenden". Nach erfolgreichem Studium solle wieder etwas von dem zurückgegeben werden, was man erhalten hat. Ein gebührenfreies Studium nütze hingegen tendenziell Kindern aus gut bemittelten Familien, da es einer "Umverteilung von unten nach oben" gleiche.

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