Unglaublich! Anführer des New Yorker U-Bahn-Streiks wurde zu Haftstrafe verurteilt!

Gewerkschafter muss zehn Tage ins Gefängnis

Ein Gericht in New York hat den Anführer des Streiks im öffentlichen Nahverkehr der Millionenmetropole zu zehn Tagen Haft verurteilt. Der Gewerkschafter Roger Toussaint muss außerdem 1.000 US-Dollar (827 Euro) Strafe zahlen, weil er mit dem Streik der Bus- und U-Bahn-Fahrer in New York kurz vor Weihnachten nach Auffassung der Gerichts gegen das Streikverbot im Öffentlichen Dienst verstoßen hat. Zwei weitere Vertreter der Verkehrsgewerkschaft TWU wurden zu Geldstrafen von jeweils 500 Dollar verurteilt.

TWU-Anwalt Terry Meginniss ließ zunächst offen, ob er gegen das Urteil Berufung einlegt. Die Einspruchsfrist läuft nach 30 Tagen ab. In dem Verfahren hatte sich New Yorks Stadtverwaltung als Klägerin auf ein Gesetz aus dem Jahr 1967 berufen, das Streiks im Öffentlichen Dienst des Staates New York unter Strafe stellt.

Der Streik hatte den Verkehr in der Metropole zwischen 20. und 22. Dezember nahezu lahm gelegt. Etwa sieben Millionen Menschen nutzen jeden Tag das ausgedehnte Bus- und U-Bahn-Netz von New York. Die Gewerkschaften wollten mit dem Streik ihren Forderungen nach Lohnerhöhungen und Altersvorsorge Nachdruck verleihen. Eine Woche nach Streikende einigten sich die Tarifparteien auf einen Kompromiss. (apa)