Ungarische Lokführer legen Arbeit nieder: Streik mit Auswirkungen auf Österreich

Probleme im grenzüberschreitenden Verkehr erwartet 600 Personenzüge stehen zwei Stunden lang still

Die ungarischen Lokführer führen am Donnerstag zwischen 6.00 und 8.00 Uhr einen landesweiten Warnstreik durch. Auch im Zugsverkehr zwischen Österreich und Ungarn wird es offenbar Verspätungen geben. Betroffen von der Arbeitsniederlegung sind 600 Personenzüge, berichtet die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Güterzüge werden während des Streiks verkehren.

Laut Information der Ungarischen Staatsbahnen MAV werden internationale Züge zur angegebenen Zeit an den ungarischen Grenzpunkten aufgehalten, wobei sie nur nach Beendigung der Arbeitsniederlegung ihre Fahrt fortsetzen können. Ansonsten werden in Ungarn verkehrende Personenzüge in Bahnhöfen warten.

Dies bestätigte auch die ÖBB in Wien. Demnach wird es auf jeden Fall zu Verzögerungen kommen. Die internationalen Züge aus Ungarn werden durch den Streik verspätet nach Österreich kommen. Die Züge nach Ungarn werden in Hegyeshalom anhalten und nach Ende des Ausstandes weiterfahren.

Die MAV garantiert während des Streiks in den Zügen Energieversorgung, Heizung und entsprechende Information der Fahrgäste. Im Falle von wegen des Streiks ausfallende Reisen wird der Preis von in Ungarn gelösten internationalen Fahrkarten rückerstattet. Laut Gewerkschaft der Lokführer wird wegen mangelnder Sicherheit im Schienenverkehr, weiters wegen der geplanten Einstellung von Nebenstrecken gestreikt. Der normale Zugverkehr soll bis Donnerstag um 12.00 Uhr wieder hergestellt sein. (APA/red)