Ungarische Liberale widersprechen Martin: Haben kein Strabag-Spendengeld erhalten!

HP Martin warf Liberalem Zach Geldtransfers vor

Die ungarische liberale Regierungspartei Bund Freier Demokraten (SZDSZ) habe weder von der Strabag noch von Eurocontact direkt Gelder erhalten, versichert der SZDSZ-Vorsitzende Gabor Kuncze in der ungarischen Tageszeitung "Nepszsabadsag". Allerdings bestätigte Kuncze, dass Gelder über einen Verein an die Partei geflossen sei. Hans Peter Martin hatte LiF-Obmann Alexander Zach vorgeworfen, über die Firma Eurocontact Geld des Baukonzerns Strabag an ungarische Parteien bzw. Parteinahe Institute und Vereine weitergeleitet zu haben.

Gabor Kuncze betonte in dem Blatt, dass der SZDSZ keine Gelder von den österreichischen Liberalen erhalten habe, sehr wohl jedoch vom "Liberalen Institut". Dabei sei es um kleinere Beträge gegangen, wie beispielsweise 20 Mio. Forint (72.865 Euro) im Jahr 2004. Diese Summen seien jedoch keineswegs mit der Strabag verbunden. Auf Anfrage bestätigte Kuncze, dass der SZDSZ Gelder von anderen liberalen Parteien erhalten habe. Diese Förderungen würde die Partei stets im "Ungarischen Kommunique" öffentlich machen.

Der damalige Wirtschafts- und Verkehrsminister Istvan Csillag betonte, dass die Strabag der größte Baukonzern in Ungarn sei und keine Gelder bezahlen müsse, um an Staatsaufträge zu kommen. (apa/red)