Fakten von

Unfallserie auf der A8 in OÖ:
Megastau und neun Verletzte

Zwei Lkw kollidiert - Drei Wagen stießen im Rückstau zusammen

Neun Verletzte und ein gut 25 Kilometer langer Stau waren am Freitag die Folgen mehrerer Unfälle auf der im bereits angelaufenen Urlauberverkehr stark frequentierten Innkreisautobahn (A8) in Oberösterreich. Zunächst waren zwei Lastwagen zusammengestoßen, im Rückstau ereigneten sich dann weitere Unfälle, berichtete die Polizei.

Gegen 6.30 Uhr fuhr auf der Richtungsfahrbahn Wels bei Aistersheim (Bezirk Grieskirchen) ein 35-jähriger Rumäne mit seinem Kleinlaster ungebremst auf einen Sattelzug vor ihm auf. Er wurde im Fahrzeug eingeklemmt, musste aus dem Wrack geschnitten und anschließend mit dem Hubschrauber ins Unfallkrankenhaus Linz geflogen werden.

Es bildete sich zunächst ein 400 Meter langer Rückstau. Dessen Ende dürfte ein 32-jähriger Belgier übersehen haben. Er versuchte noch seitlich auszuweichen und kollidierte mit einem neben ihm fahrenden Transporter sowie einem Lkw aus der Slowakei. Der 32-Jährige, seine Frau und seine drei Kinder im Alter von elf Monaten, sieben und zwölf Jahren wurden verletzt - die Frau sogar schwer. Zwei Insassen des Transporters erlitten leichte Verletzungen.

Zwei Stunden später geriet ein 38-jähriger Niederländer - ebenfalls beim Nahen an das Stauende - ins Schleudern, das Auto prallte gegen die Betonmittelwand, überschlug sich und blieb am Dach liegen. Die fünfjährige Tochter des Lenkers wurde dabei verletzt, die übrigen fünf Wageninsassen zur Kontrolle ebenfalls ins Spital gebracht.

Durch die Unfälle schwoll der Stau gewaltig an. Er reichte zeitweise bis zur Auffahrt Ort im Innkreis zurück - gut 25 Kilometer. Auch die Ausweichrouten über die Rieder Straße (B141), die Innviertler Straße (B137) und die Gallspacher Straße (B135) waren bald überlastet, berichteten ÖAMTC und ARBÖ. Laut ORF-Radio mussten Autofahrer rund eineinhalb Stunden zusätzliche Fahr- bzw. Wartezeit in Kauf nehmen.

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