Unfallsbilanz von

Weniger Verkehrsunfälle

Jeder zehnte Verkehrstote war 2011 Opfer eines Alko-Unfalls - 96 Unfälle pro Tag

Unfallsbilanz - Weniger Verkehrsunfälle © Bild: APA/Groder

Statistisch gesehen passieren pro Tag 96 Unfälle mit 125 Verletzten und 1,4 Toten: Umgerechnet auf das Jahr 2011 waren das 35.129 Unfälle (minus 0,6 Prozent im Vergleich zu 2010) mit 45.025 Verletzten (minus 1,8) und 523 Toten (minus 5,3). Ein neuer Tiefststand mit einem Wermutstropfen: Jeder zehnte Verkehrstote war Opfer eines Alko-Unfall. Negative Ausreißer gab es bei getöteten Radfahrern, Kindern und Zweiradfahrern.

Seit 2002 ist die Zahl der Unfälle und Verletzten um ein Fünftel gesunken, die Zahl der Verkehrstoten wurde beinahe halbiert. Im Schnitt ereignen sich in Österreich täglich 96 Unfälle mit 125 Verletzten und 1,4 Toten, berichtete Peter Laimer von der Statistik Austria.

Die Zahl der Alkoholunfälle und der dabei Verletzten ist 2011 leicht gesunken. Mit 51 bei Alkoholunfällen Getöteten gab es aber wieder deutlich mehr als 2010 (plus 18 Tote).

Zunehmend Kinder in Unfallen verwickelt
Zugenommen haben die Unfälle mit Beteiligung von Kindern unter 14 Jahren. 2011 wurden 13 Kinder im Straßenverkehr getötet, 2010 waren es zehn. Die Zahl der Verletzten ist bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern hingegen leicht rückläufig. 38 Prozent der Kinder verunglückten in Pkw, 93 Prozent davon waren gesichert, 27 Prozent starben als Fußgänger und 21 Prozent mit dem Fahrrad.

2011 gab es ein Plus um 18,0 Prozent bei Unfällen mit Radfahrern, die Zahl der Getöteten stiegt von 32 im Jahr 2010 auf 42. Besonders betroffen waren Menschen über 60 Jahre. Mit 3.441 Motorradunfällen gab es um 12,6 Prozent mehr als 2010. Somit war 2011 an jedem zehnten Verkehrsunfall mit Personenschaden zumindest ein Motorrad beteiligt.

Weniger Unfälle, Verletzte und Tote
"Es hat noch nie so wenig Unfälle, Verletzte und Getötete gegeben", sagte Verkehrsministerin Bures. "Wir haben aber auch Schattenseiten zu erkennen und müssen die toten Winkeln ausleuchten. Alkohol am Steuer ist ein Bereich, wo wir nicht locker lassen und weitere Maßnahmen setzen müssen."

2011 wurden fast fünf Millionen Fahrzeuglenker wegen Schnellfahrens angezeigt, eine Zunahme um 18,5 Prozent. Auch wegen Telefonierens am Steuer und Missachtung der Gurtpflicht hat es 2011 mehr Anzeigen gegeben.