Unfall in Oberösterreich von

Hund bewacht Toten

Knapp eine Woche saß ein Hund bei der Leiche seines abgestürzten Herrls

Unfall in Oberösterreich - Hund bewacht Toten © Bild: thinkstock.at

Die Leiche eines 73-jährigen Mannes, der seit 15. August im Bezirk Kirchdorf vermisst worden war, ist knapp eine Woche später entdeckt worden: Wanderer hörten gestern, Dienstagabend, in Windischgarsten das Bellen eines Hundes. Als sie nachsahen, fanden sie das Herrl des Tieres, den toten Pensionisten aus Roßleithen.

Der Wanderer wollte offenbar vergangenen Mittwoch über den sogenannten Leitersteig nach Hause gehen, dürfte sich aber in der Dunkelheit verirrt haben. Im Bereich der "Saurüsselmauern" geriet er in steiles Gelände, verlor dort den Halt und stürzte etwa 20 bis 50 Meter ab. Dabei erlitt der 73-Jährige tödliche Verletzungen. Sein Jagdhund bewachte tagelang die Leiche. Sie wurde schließlich mit Hilfe eines Polizeihubschraubers geborgen.

Kommentare

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Traurig Die Treue und Trauer des Hundes bewegt mich tief. Ich hoffe, der Hund bekommt einen guten Platz, sofern sich keiner der Hinterbliebenen dem Tier annehmen möchte.

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Re: Traurig Wie kommen Sie darauf, dass sich die Angehörigen nicht weiterhin um den Hund kümmern werden? Ich verstehe nicht, wie man auf solche Gedanken kommt, dass die Familie den Hund nicht mehr annehmen möchte? Solche falschen Vermutungen sind gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit für die Familie keine große Hilfe und ich bitte auch die Medien, Abstand zu nehmen und die Privatsphäre der Hinterbliebenen zu akzeptieren!!!

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Re: Traurig Liebe KaTrIn001

Nun, es könnte ja sein, dass es keine direkten Angehörigen gibt. Das ist gar nicht so abwägig, denn ich kenne einen ähnlichen Fall aus meiner Umgebung, indem ein Hund sein totes Frauchen bewachte. Im gemeinsamen Haushalt gab es niemanden, der Sohn, der 70 km entfernt wohnt, wollte den Hund nicht. Da musste er ins Tierheim.

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