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Nach Unfall durch Geisterfahrer: Versicherung zahlt nicht

Jürgen W.: Seit dem Unfall "bin ich gehbehindert und kann nicht mehr arbeiten"

Jürgen W.: Nach einem schweren Autounfall weigert sich die Versicherung zu zahlen. © Bild: NEWS/Klemencic Daniela

Am 19.9.2007 wurde das bisherige Leben von Jürgen W. zerstört. Er war am Heimweg, als ihm ein alkoholisierter Geisterfahrer ins Auto fuhr. Jürgen W. wurde schwer verletzt. Er konnte seinen Beruf bei der Wiener MA48 (Abfallwirtschaft) nicht mehr ausüben und musste in Invaliditätspension gehen. "Ich kann nicht lange liegen, nicht lange stehen, nicht lange sitzen", erklärt Jürgen W. Die Schmerzen sind sein ständiger Begleiter geworden.

Jahrelanger Prozess.

Im Strafprozess wurde der Unfalllenker zu einer Haftstrafe verurteilt. Der Schadensersatzprozess gegen dessen Versicherung zieht sich aber schon sechs Jahre lang. 2008 wurde Klage eingebracht und bis heute ist Wesentliches ungeklärt. Inzwischen hat Herr W. seine Mietwohnung verloren, da er die Miete nicht mehr bezahlen konnte. Es fällt ihm immer schwerer, für die Therapiekosten aufzukommen, und ewig reicht auch das Geld aus seiner Rechtsschutzversicherung nicht mehr. Das alles nur, weil die Höhe des ihm zustehenden Schadenersatzes noch nicht geklärt ist.

Seine Anwältin Mag. Tanja Milisits, die aus Kulanz bisher noch keinen Cent abgerechnet hat, meint: "Die Allianz verzögert durch Fristerstreckungsund Gutachtenserörterungsanträge den Abschluss des Verfahrens. Selbst durch Gerichtsgutachten eindeutig belegte Schadenersatzbeträge werden durch die Allianz so gut wie nicht bezahlt. Das ist rechtlich zwar zulässig, aber nach so langer Verfahrensdauer menschlich betrachtet bedenklich und für meinen Mandanten eine Katastrophe", argumentiert Milisits.

Und so hilft NEWS.

NEWS konfrontierte die Allianz. Dort erklärt man sich bereit, sich wegen Vergleichsgesprächen mit Herrn W.s Anwältin in Verbindung zu setzen. NEWS bleibt dran!

Kommentare

also ich selbst habtte die letzten 15 monate auch genug stress mit der versicherung erst nachdem ich an die öffentlichkeit ging wurde alles erledigt ... siehe folgenden artikel http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/3814428/Versicherung-die-verunsichert Ich kann jeden raten wenn man im recht ist vergesst den rechtsweg und geht an die presse dann gehts schnell .....

Die Versicherungen sind durch die Bank Gauner. Beim kassieren immer ganz schnell, wenn´s ums zahlen geht ist das oft ein jahrelanger Kampf.

Schrecklich, dass es hier keine gesetzlichen Maximal-Fristen für solche Auszahlungen gibt. Es kann doch nicht sein, dass die Versicherung, für welche man Jahre lang einzahlt, einen dermaßen hängen lässt. Da machen sie immer auf Freund und Helfer - wenn mal was passiert, dann ziehen sie sich aus der Sache. Hoffentlich verliert oben besagte Firma viele Kunden!

Oliver-Berg

Es ist immer das Gleiche. Auch ich wurde zwar in einem anderen Fall hingehalten. Bedenklich wird es dann, wenn der Kläger und der Beklagte dieselbe Versicherung haben. Leider kein Einzelfall.
Ich kann nur hoffen, dass Herr W. noch zu seinem Recht kommt.

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