Unfall in deutscher Fabrik: 2.000 Tonnen Papier begraben fünf Personen unter sich

3 Opfer konnten aus Papier-Berg geborgen werden Regalsystem rutschte dominoartig in sich zusammen

Unfall in deutscher Fabrik: 2.000 Tonnen Papier begraben fünf Personen unter sich © Bild: APA/DPA/Franke

Nach dem Einsturz eines mit mehr als 2.000 Tonnen Papier beladenen Hochregals in einem Großhandel bei Halle (deutsches Bundesland Sachsen-Anhalt) konnten bis zum späten Abend zwei verschüttete Menschen noch immer nicht gerettet werden. Dabei handele es sich um einen 27 Jahre alten Mitarbeiter und einen 33 Jahre alten Angehörigen des Technischen Hilfswerkes (THW), teilte die Polizei mit. Über den Zustand der Männer gab es zunächst keine Angaben. Die Lage der beiden Verschütteten unter dem Trümmerberg aus Stahl und Papier sei jedoch bekannt.

"Die Such- und Bergungsarbeiten dauern unverändert an und werden sich voraussichtlich noch länger hinziehen", sagte eine Polizeisprecherin. Ein Großaufgebot an Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war im Dauereinsatz. Bei dem Unglück in dem Betrieb in einem Gewerbegebiet waren fünf Menschen verschüttet worden.

Gabelstaplerunfall als Ursache
Zwei Mitarbeiter der Firma, eine 36 Jahre alte Frau und ein 46 Jahre alter Mann, sowie ein 23 Jahre alter Helfer des THW wurden von den Rettungskräften bald lebend geborgen. Nach Angaben der Polizei wurden die drei Opfer eher leicht verletzt. Nach Unternehmensangaben wurde das Unglück möglicherweise beim Unfall mit einem Gabelstapler ausgelöst. Der Stapler war in das Regal gefahren, das daraufhin als einsturzgefährdet galt und zusammenbrach.

Zu diesem Zeitpunkt berieten laut Unternehmen Gewerbeaufsicht und THW über die weiteren Sicherheitsmaßnahmen. "Mehrere Leute waren an dem Regalsystem, als es dominoartig in sich zusammenrutschte. Das ist alles sehr tragisch, wir stehen unter Schock", sagte ein Unternehmensvertreter. Die genaue Ursache des Arbeitsunfalls in dem Betrieb mit rund 90 Mitarbeitern sollte von Experten untersucht werden. Auf dem rund 13 Meter hohen und 70 Meter langen Regal waren nach Angaben des Unternehmens zwischen 2.000 und 3.000 Tonnen Papier auf Paletten gelagert.

(apa/red)