Unfall auf A1 in OÖ forderte zwei Verletzte:
Vorsicht vor Orientierungsverlust bei Nebel

Zwei Personen wurden bei Karambolage verletzt Autofahrerclubs warnen vor gefährlicher "Sogwirkung"

Unfall auf A1 in OÖ forderte zwei Verletzte:
Vorsicht vor Orientierungsverlust bei Nebel

Eine Massenkarambolage hat auf der Westautobahn (A1) in Oberösterreich zwei Verletzte gefordert. Unfallursache dürfte Nebel gewesen sein. Die Fahrbahn Richtung Wien war am Vormittag noch gesperrt. Der ARBÖ warnte, im Nebel ausreichend Sicherheitsabstand zu halten. Im oberösterreichischen Seengebiet ereignen sich immer wieder nebelbedingt schwere Unfälle.

Auf der Aurachtalbrücke zwischen Regau und Steyrermühl kippte gegen 5.30 Uhr ein Lkw um, mehrere nachkommende Fahrzeuge - ein weiterer Lastwagen und drei Pkw - konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachten in die Unfallstelle. Die beiden Lkw standen quer zur Fahrbahn, die Autobahn wie auch die Auffahrt Regau waren unpassierbar. Zwar wurde die Fahrtrichtung Salzburg bald wieder freigegeben, in Richtung Wien war sie allerdings länger gesperrt.

Angst vor Orientierungsverlust
Glimpflicher verlief ein weiterer Unfall in der Gegenrichtung zwischen Voralpenkreuz und Vorchdorf. Dabei prallte ein Kleintransporter in einem Baustellenbereich auf einen auf der Fahrbahn befindlichen Gegenstand, verletzt wurde niemand. Hauptursache für Karambolagen sei laut ARBÖ die sogenannte Sogwirkung: Aus Angst, die Orientierung zu verlieren, versuchen Autofahrer, sich an das vorausfahrende Fahrzeug "dranzuhängen". Der vorausfahrende Lenker fühle sich "verfolgt" und werde schneller, die Geschwindigkeit der ganzen Kolonne nehme zu, erklären die Verkehrsexperten das Phänomen. Ein weiterer Risikofaktor sei, dass durch die Feuchtigkeit auf der Straße der Bremsweg falsch eingeschätzt werde.

Laut ARBÖ haben sich im Vorjahr auf Oberösterreichs Straßen 151 Nebelunfälle mit insgesamt zwei Toten und 216 Verletzten ereignet. Ein Rückblick auf die Jahre von 2002 bis 2006 zeige, dass bei 639 Nebelunfällen 981 Personen verletzt und 20 getötet worden seien. Fahranfänger sind überproportional an Nebelunfällen beteiligt, so der ARBÖ. (APA/red)