Uneinigkeit ist Prinzip: Vorschläge von
Pensionskommission lassen auf sich warten

Wieder keine Einigung gefunden - Sitzung vertagt Gremium könnte nun neu zusammengestellt werden

Uneinigkeit ist Prinzip: Vorschläge von
Pensionskommission lassen auf sich warten © Bild: APA/PFARRHOFER (ARCHIVBILD)

Die Pensionskommission hat es auch im zweiten Anlauf nicht geschafft, sich auf Empfehlungen an die Regierung zur nachhaltigen Stabilisierung des Pensionssystems zu einigen. Wie schon vergangenen Herbst gelang es auch am Montag nicht, in dem 34-köpfigen Gremium eine mehrheitsfähige Position auszuarbeiten. Der Wirtschaftsbund verlangte daraufhin eine Neugestaltung des Gremiums.

Der Kommissionsvorsitzende Bernhard Schwarz (im Bild) will nun die diversen Änderungsvorschläge in sein eigenes Konzept einarbeiten und kommenden Montag einen neuerlichen Verständigungsversuch starten. Große Sensationen seien aber nicht zu erwarten, so Schwarz. Schwarz konzedierte im Anschluss an die rund dreistündige Aussprache, dass man selbst bezüglich der Prognosen etwa der Wirtschaftsentwicklung gänzlich unterschiedliche Auffassungen habe.

Der Wirtschaftsbund fordert nun einen Neuanfang: Angesichts der laschen Ergebnisse müsse bezweifelt werden, dass die Pensionskommission in ihrer derzeitigen Form die richtige Lösung sei, meinte Generalsekretär Peter Haubner (ÖVP). Notwendig wäre für ihn eine Verkleinerung der Kommission sowie eine Zusammensetzung aus unabhängigen Experten.

Die Grüne Jugendsprecherin Windbüchler-Souschill forderte einen Privilegienabbau im jetzigen Pensionssystem. Zusätzlich müsse darauf geachtet werden, dass das gesetzlich geregelte Pensionsantrittsalter auch eingehalten werde.

BZÖ-Seniorensprecherin Ursula Haubner kündigte indes eine parlamentarische Initiative an, damit die Aufgaben der Kommission zur langfristigen Pensionssicherung erweitert werden, sodass die Finanzströme der Alterssicherungssysteme im öffentlichen Dienst und bei der 2. und 3. Säule der Alterssicherung ebenso untersucht und analysiert werden sollen, wie dies bei den ASVG-Pensionisten der Fall ist. Auch Pensionistenverbands- und Seniorenrats-Präsident Blecha kritisiert, dass die sogenannte Pensionskommission eigentlich eine ASVG-Kommission sei.

(apa/red)

Kommentare

Kommision Welcher vernünftig denkende Mensch hätte sich von dieser Kommision ein vernüftiges Ergebnis erwartet ? Und welcher Koffer hat dieses Team zusammengestellt ?

Beamte in der Kommission werden sich doch nicht ihre eigene Pension kürzen! Wie lange können wir uns noch Pensionen jenseits der 10.000 pro Monat leisten? Politiker und Beamte beziehen ihre hohe Pension lt. Statistik über 18,7 Jahre, danach die Witwe 8,2 Jahre.

Sogenannte Spitzenbeamte (wie sich die vielen Parteigünstlinge nennen) gibt es beim Bundespräsidenten, den Ministerien, im Parlament den 9 Landesregierungen, den 9 Landtagen, beim Bundesrat, den 99 BH`s, beim Heer, Post, ÖBB, Hochschulen, Richter, Staatsanwälte, Kammern usw.....

monatliches Durchschnittseinkommen

Arbeiter 18.318
Angestellte 34.146
Beamte 51.228
Selbstständige 23.657

Einkommensvergleich 1999 - 2009:

Beamte und Politiker +26%
Angestellte + 4 %
Arbeiter - 9%

Bei 8 Mio Einwohner sind 1 Mio armutsgefährdet!

Pensionskommission Solange Leute wie Blecha und Kohl da drinnen sitzen, wird es kein Ergebnis geben. Diese Herren haben €12.000 p.M Pension und noch einige Aufsichtsratsposten! Die haben doch absolut keine Ahnung vom normalen Leben, leider fehlt auch der Wille zu einem konkreten Ergebniss zu kommen. 6-7 unabhängige Fachleute, die keiner Partei nahestehen und ein Zeitlimit . Das sollte als erster Schritt gemacht werden.

Pensionen Mich wundert das überhaupt nicht. \'Bei einem Debattierklub in der größe von 34 Personen kann beim besten willen wirklich gar nichts raus kommen. Dazu muss mann nicht studiert haben, das sagt einem schon der Hausverstand. Die Anzahl der Teilnehmer gehört auf unter 10 reduziert und es müssen lauter wirkliche Fachleute sein. Dann gibts auch ein Ergebnis. Anders klappts nicht.

Solange die Wirtschaft bereits 45 jährige aus Kostengründen kündigt, soll mir einer von den Experten erklären, wie man auf die nötigen Beitragsjahre kommt um eine angemessene Pension zu bekommen. Und die politischen Jugendsprecher / innen. sollen zu erst einmal was leisten, bevor sie irgendeinen Schwachsinn öffentlich von sich geben.

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